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Familie: Noctuidae
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Du wirst ihn selten bemerken: Ipimorpha retusa ist ein unscheinbarer Eulenfalter, der sich tagsüber gern an Baumstämmen oder in der Vegetation versteckt. Eulenfalter (Noctuidae) sind eine artenreiche Familie überwiegend nachtaktiver Schmetterlinge. Die Gattung Ipimorpha umfasst bei uns nur wenige Arten, deren Raupen sich auf Weiden (Salix) spezialisiert haben. Wenn Du also eine heimische Strauchweide oder Kopfweide im Garten hast, bietest Du diesem Falter und seinen Raupen eine wichtige Lebensgrundlage. In warmen Sommernächten fliegt der Falter umher, tagsüber ruht er gut getarnt. Belass ruhig ein paar wilde Weidenzweige; sie sind die Kinderstube dieser Art.
Die Art überwintert als Ei an den Zweigen von Weiden. Im Frühjahr (April bis Mai) schlüpfen die jungen Raupen und fressen an den aufbrechenden Blattknospen, später an den Blättern. Die Raupen sind unauffällig gefärbt und halten sich gern an der Blattunterseite auf. Im Juni verpuppen sie sich meist in einem leichten Gespinst zwischen Blättern oder in der Bodenstreu. Die erwachsenen Falter schlüpfen im Juli und August, paaren sich und legen die Eier erneut an Weiden ab.
Für Dich und Deine Pflanzen ist dieser Falter harmlos. Seine Raupen fressen nur Weidenblätter und gelten nicht als Schädlinge. Du musst ihn nicht bekämpfen. Wenn Du die Art fördern möchtest, erhalte oder pflanze heimische Weiden und verzichte in seinem Lebensraum auf chemische Pflanzenschutzmittel. Ein schonender Schnitt der Weiden im Spätwinter schont die überwinternden Eier.
Ipimorpha retusa gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) und zur Gattung Ipimorpha. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von etwa 28 bis 34 Millimetern. Die Vorderflügel sind graubraun mit dunkleren Querlinien und einer helleren Nierenmakel – das ist ein typisches Flügelmal bei Eulenfaltern. Die Hinterflügel sind heller graubraun. Die Art lebt in feuchten Laubwäldern, Auwäldern (periodisch überflutete Wälder an Flüssen) und an Weidengebüschen. In Mitteleuropa ist sie weit verbreitet, wird aber leicht übersehen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 01.09.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.