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Familie: Cecidomyiidae
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Wenn du im Frühjahr an deinen Akeleien kleine, knospenartige Verdickungen an den Blütenständen entdeckst, hast du es mit der Akeleigallenmücke zu tun. Diese winzige Fliege, die zur Familie der Gallmücken gehört, legt ihre Eier gezielt in die Knospen der Pflanze. Die Larven sondern Stoffe ab, die das Pflanzengewebe dazu anregen, eine sogenannte Galle zu bilden. Eine Galle ist ein durch Parasitenbefall hervorgerufenes, geschwulstartiges Gebilde an Pflanzen, das den Larven sowohl Schutz als auch Nahrung bietet. Die befallenen Knospen öffnen sich meist nicht, sondern bleiben kugelig geschlossen.
Im zeitigen Frühjahr, sobald die Akeleien austreiben, legen die Weibchen ihre Eier in die jungen Knospen. Die Larven entwickeln sich über den Frühsommer innerhalb der Gallen. Nach Abschluss ihrer Entwicklung verlassen die Larven die Galle, lassen sich zu Boden fallen und verpuppen sich im Erdreich. Dort überwintern sie im Bodenstadium, um im nächsten Frühjahr als neue Generation der Akeleigallenmücke wieder zu erscheinen.
Da die Akeleigallenmücke keine nennenswerten Schäden an der allgemeinen Vitalität deiner Akeleien verursacht, ist ein Eingreifen nicht notwendig. Bitte verzichte auf jegliche Bekämpfungsmittel. Die Gallen sind ein natürlicher Teil des Ökosystems im Garten. Solltest du das Ausbreiten der Larven unterbinden wollen, reicht es völlig aus, die befallenen Knospen frühzeitig abzuschneiden und über den Hausmüll – nicht den Kompost – zu entsorgen, um den Lebenszyklus lokal zu unterbrechen.
Die Akeleigallenmücke (Jaapiella thalictri) gehört zur Ordnung der Zweiflügler und zur Familie der Cecidomyiidae, den Gallmücken. Diese Insektengruppe ist für ihre Fähigkeit bekannt, spezifische Gallen an ihren Wirtspflanzen – in diesem Fall ausschließlich an Arten der Gattung Akelei (Aquilegia) – zu induzieren. Es handelt sich um ein spezialisiertes Verhältnis, bei dem die Entwicklung der Larve zwingend an den Stoffwechsel der Wirtspflanze gebunden ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.