
Jasione montana
Auch bekannt als: Berg-Sandglöckchen, Sandknöpfchen, Schafskabiose, Schaf-Skabiose, Bergsandglöckchen, Bergnelke
40
Arten
interagieren
160
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Kaum zu übersehen: Die Berg-Jasione (Jasione montana) schmückt sich von April bis Juli mit kugeligen, tiefblauen Blütenköpfen, die wie kleine Igel auf drahtigen Stielen über den am Boden liegenden Blattrosetten thronen. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie als spezialisierte Raupenfutterpflanze für den Schiefblatt-Blütenspanner (Eupithecia denotata) dient. Da sie karge Standorte liebt, hilft sie dir dabei, schwierige, trockene Ecken ökologisch aufzuwerten. Mit dieser heimischen Wildpflanze förderst du die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür. Du wirst staunen, wie viel Leben an den blauen Köpfchen einkehrt, wenn du ihr ein sonniges Plätzchen schenkst.
Blaues Wunder für karge Ecken: Die exklusive Futterpflanze für seltene Spanner.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Berg-Jasione eine unverzichtbare Kinderstube für spezialisierte Falterarten. Besonders der Schiefblatt-Blütenspanner (Eupithecia denotata) ist auf sie angewiesen, da seine Raupen an den Blüten und Samen fressen. Die lange Blütezeit von April bis Juli bietet einer Vielzahl von Bestäubern, darunter verschiedene Wildbienen und Schwebfliegen, eine verlässliche Nahrungsquelle in den trockenen Sommermonaten. Im Winter dienen die stehengelassenen, trockenen Samenstände als wichtiges Versteck für überwinternde Kleinstlebewesen. Da sie auf der Roten Liste mit dem Status „ungefährdet“ (*) geführt wird, hilft deine Pflanzung dabei, diesen stabilen Bestand in unserer Kulturlandschaft zu erhalten.
Die Berg-Jasione wird in Gartenregistern als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungsunfälle bekannt sind, sollten Haushalte mit kleinen Kindern beim Pflanzen Vorsicht walten lassen. Es ist ratsam, Kindern vorsorglich beizubringen, keine Teile der Pflanze in den Mund zu nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden muss mager und trocken sein; die Berg-Jasione ist ein Schwachzehrer (Pflanze, die in nährstoffarmer Erde am besten gedeiht).
Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde, sofern kein Frost herrscht.
Achte darauf, dass der Boden sandig und durchlässig ist, da sie keine Staunässe verträgt.
Düngen ist absolut tabu – zu viele Nährstoffe verdrängen diese Spezialistin für karge Böden.
Die Vermehrung erfolgt meist von selbst über die feinen Samen nach der Blüte.
Im Winter solltest du die verblühten Stände unbedingt stehen lassen, um Insekten einen Rückzugsort zu bieten.
Gute Partnerin: Die Heidenelke (Dianthus deltoides) – beide teilen die Vorliebe für trockene Magerstandorte (nährstoffarme Wiesen) und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Berg-Jasione ist eine indigene Art, die in weiten Teilen Mitteleuropas von Deutschland bis in die Schweiz verbreitet ist. Sie besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf mageren, trockenen Böden und gilt als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf). Botanisch interessant ist ihre Lebensweise mit der Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer engen Lebensgemeinschaft zwischen Pflanzenwurzeln und Bodenpilzen. Trotz ihrer zierlichen Erscheinung ist sie robust genug, um auf extrem nährstoffarmen Flächen zu überdauern, wo andere Pflanzen längst aufgeben würden.
25 Arten interagieren mit dieser Pflanze
14 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_89220758
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