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Gentianella lutescens
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Arten
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Wer den Karpaten-Kranzenzian (Gentianella lutescens) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine violetten, aufrechten Blütenkelche mit den feinen Fransen im Schlund sind ein echtes Naturschauspiel auf kleinem Raum. Da diese Pflanze mit der Roten Liste 1 als vom Aussterben bedroht gilt, ist sie eine absolute Kostbarkeit für deinen Garten. Besonders spezialisierte Falter wie der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) sind auf solche seltenen Enziangewächse angewiesen. Mit einer Wuchshöhe von nur 13 Zentimetern findet dieser Schatz selbst im kleinsten Steingarten oder Trog einen Platz. Hol dir ein Stück bedrohte Wildnis direkt vor deine Haustür.
Rettungsinsel für seltene Scheckenfalter auf nur 13 Zentimetern Wuchshöhe
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Karpaten-Kranzenzian eine lebenswichtige Ressource für hochgradig gefährdete Schmetterlingsarten. Insbesondere der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) suchen die Blüten zur Nektaraufnahme auf. Da die Art in der freien Natur fast verschwunden ist (Rote Liste 1), dient jede Gartenpflanze als wertvolle Trittstein-Biotope (vernetzende Lebensräume). Die Samenstände können im Winter zudem kleineren Vögeln als minimale Futterquelle dienen, sollten daher erst im Frühjahr gesäubert werden.
Der Karpaten-Kranzenzian wird als nicht kindersicher eingestuft. Da er zu den Enziangewächsen gehört, können Bitterstoffe bei Verzehr zu Unwohlsein führen. Halte Kinder und Haustiere von der Pflanze fern und kontaktiere im Notfall den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,131 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Karpaten-Kranzenzian gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) und ist in Deutschland eine indigene (einheimische) Art. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wobei er neutrale bis schwach saure Bodenreaktionen bevorzugt. Als krautige, nicht verholzte Pflanze bildet er breitblättriges Laub aus. Er lebt in einer Symbiose mit Bodenpilzen, der sogenannten AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die ihm bei der Nährstoffaufnahme auf mageren Standorten hilft.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.