Bild folgtKI-generierte IllustrationCicer arietinum
Auch bekannt als: Römische Kicher, Echte Kicher, Venuskicher, Felderbse
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Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren charakteristischen, aufgeblasenen Hülsen und den fein gefiederten Blättern lässt sich die Kichererbse sofort erkennen. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns eingeführt wurde) ist sie weit mehr als eine Nutzpflanze: Sie dient als wichtige Futterquelle für spezialisierte Falter wie den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) oder Bläulinge wie Polyommatus fulgens. In deinem Naturgarten hilft sie zudem, den Boden ganz natürlich mit Stickstoff anzureichern. Wenn du einen sonnigen Platz erübrigen kannst, wirst du an dieser geschichtsträchtigen Pflanze viel Freude haben.
Uralte Kulturpflanze und wichtige Sommertankstelle für den Komma-Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Kichererbse eine wertvolle Anlaufstelle für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders der seltene Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und verschiedene Bläulinge wie Polyommatus humedasae profitieren von ihrem Nektarangebot im Juni und Juli. Auch Nachtfalter wie die Gammaeule (Autographa gamma) oder die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) besuchen die Blüten in den Abendstunden. Die schweren Samen (Diasporen) werden am Boden oft von größeren Vögeln wie der Indischen Gans (Anser indicus) aufgenommen. Durch ihre Fähigkeit zur Stickstofffixierung verbessert sie zudem die Bodenqualität für nachfolgende Generationen heimischer Wildpflanzen.
Bitte beachte, dass die Kichererbse im Garten als nicht kindersicher eingestuft wird. Die rohen Samen enthalten unverdauliche Stoffe, die erst durch Kochen unschädlich gemacht werden. Da die Pflanze für den Verzehr gedacht ist, besteht bei richtiger Zubereitung keine Gefahr, doch sollten Kinder darauf hingewiesen werden, die Erbsen nicht direkt vom Strauch zu essen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.766 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht für die Hülsenreife benötigt.
Ellenberg Temperatur 9: Als wärmeliebende Art sollte sie an einem geschützten Platz stehen, etwa vor einer Südwand.
Ellenberg Feuchte 5: Der Boden sollte mäßig feucht (frisch) sein, Staunässe musst du jedoch unbedingt vermeiden.
Ellenberg Reaktion 7: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden ist ideal; arbeite bei Bedarf etwas Algenkalk ein.
Pflanzzeit: Säe die Samen im Frühjahr (April bis Mai) direkt ins Freiland, sobald die Bodentemperatur über 10 Grad liegt.
Bodenvorbereitung: Als Mittelzehrer (Nährstoffbedarf 6) benötigt sie nur eine moderate Kompostgabe vor der Aussaat.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da die Pflanze einjährig wächst und nach der Samenreife abstirbt.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie hat ähnliche Ansprüche an Sonne und Boden und ergänzt das Beet ökologisch sinnvoll.
Die Kichererbse gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist eng mit unseren heimischen Wicken verwandt. Ursprünglich aus dem Orient stammend, ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz als etablierter Archäophyt bekannt. Sie besiedelt bevorzugt wärmebegünstigte Standorte und ist als krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von genau 0,77 m kompakt genug für jedes Gartenbeet. Eine Besonderheit ist ihre drüsige Behaarung an Stängeln und Blättern, die sie vor Austrocknung schützt. Da sie eine Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) eingeht, ist sie erstaunlich widerstandsfähig.
1 Video zu Kichererbse

5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →