Bild folgtKI-generierte IllustrationKickxia elatine subsp. elatine
Auch bekannt als: Kickxia elatine subsp. elatine
16
Arten
interagieren
18
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren spieß- oder pfeilförmigen Blättern und den kleinen, gelb-violetten Maskenblüten fällt das Spießblättrige Tännelkraut sofort auf. Als seltener Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) ist sie heute auf der Roten Liste (Stufe 3) und damit gefährdet. In deinem Garten bietet sie vor allem spezialisierten Faltern wie dem Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder dem Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) eine wertvolle Nahrungsquelle. Da die Pflanze eher niedrig bleibt, eignet sie sich hervorragend für Lücken im Beetvordergrund. Wenn du dieser seltenen Art ein Plätzchen schenkst, leistest du einen echten Beitrag zum Artenschutz.
Rote-Liste-Rarität: Ein 23 cm kleiner Überlebenskünstler für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Tännelkraut ein wichtiger Anlaufpunkt für Schmetterlinge. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter profitiert, darunter Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Silbrige Perlmuttfalter (Boloria pales). Auch bei Wildbienen ist die Pflanze beliebt: Die Steinhummel (Bombus lapidarius) und die Ackerhummel (Bombus pascuorum) sowie die Honigbiene (Apis mellifera) suchen die kleinen Blüten regelmäßig auf. Die winzigen Samen dienen durch ihr geringes Gewicht als ideale Fernausbreiter und tragen zur genetischen Vielfalt in der Umgebung bei. Durch den Status als gefährdete Art (Rote Liste 3) ist jedes Exemplar im Garten ein Trittsteinbiotop für die regionale Biodiversität.
Bitte beachte, dass das Spießblättrige Tännelkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren vorsichtig sein und die Pflanze nicht zum Verzehr verwenden. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.231 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), an dem die Pflanze ausreichend Wärme bekommt.
Boden: Ein kalkhaltiger / basischer Boden (Reaktionswert 7) ist ideal; mische bei Bedarf etwas Kalkschotter unter.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch, also mäßig feucht (Feuchtewert 4), aber vermeide Staunässe.
Nährstoffe: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) reicht völlig aus, zusätzliches Düngen ist meist nicht nötig.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchs: Beachte die geringe Wuchshöhe von 0,23 m und pflanze sie daher an den Rand von Beeten.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre leichten Samen (0,3743 mg) über den Wind; lass sie also nach der Blüte einfach stehen.
Pflanzpartner: Eine gute Begleiterin ist die Wilde Reseda (Reseda lutea) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige Standorte und ergänzt das Tännelkraut ökologisch hervorragend.
Das Spießblättrige Tännelkraut (Kickxia elatine subsp. elatine) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Ursprünglich als Begleiter des Ackerbaus zu uns gekommen, besiedelt es bevorzugt kalkhaltige Böden an sonnigen Standorten. Botanisch handelt es sich um eine nicht verholzte, krautige Pflanze mit einer Blattfläche von etwa 133 Quadratmillimetern. Ein besonderes Merkmal sind die kriechenden Triebe, die eine maximale Wuchshöhe von genau 0,23 m erreichen. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) ist sie perfekt an unsere normalen Gartenböden angepasst.
16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →