Bild folgtKI-generierte IllustrationKnautia gracilis
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Schon von weitem fällt die Zierliche Witwenblume durch ihren grazilen Wuchs und die hellvioletten Blütenköpfchen auf, die wie kleine Kissen auf langen, dünnen Stielen im Wind wippen. Da sie auf der Roten Liste als stark gefährdet (Stufe 2) geführt wird, holst du dir eine echte Seltenheit in den Garten, die dringend unsere Hilfe braucht. Besonders Scheckenfalter wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) sind auf solche heimischen Wildpflanzen angewiesen. Mit dieser Wahl leistest du einen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Art direkt vor deiner Terrassentür. Hast du schon einen sonnigen, eher mageren Platz für diese Kostbarkeit im Sinn?
Rettungsinsel für Scheckenfalter: Die gefährdete Schönheit für magere Sonnenplätze.
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Diese seltene Wildpflanze ist eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Tagfalter. Zu den Hauptprofiteuren zählen Scheckenfalter-Arten wie der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma). Auch der stark gefährdete Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) sowie weitere Arten wie Euphydryas intermedia und Euphydryas desfontainii nutzen den Nektar. Da die Pflanze indigen (einheimisch) ist, ist sie perfekt in das lokale Ökosystem eingebunden. Indem du diese Witwenblume anpflanzt, schaffst du ein Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für Insekten, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Nahrung finden.
Bitte beachte, dass die Zierliche Witwenblume als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn sie keine hochgiftige Pflanze ist, sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Achte darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere die Pflanze im Garten nur betrachten. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne am Tag.
Der Boden muss mager und durchlässig sein; mische bei schweren Böden Sand oder feinen Kies zur Drainage (Wasserabfluss) unter.
Pflanzzeit Frühjahr: März bis Mai; Pflanzzeit Herbst: September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 25 cm ein, damit die feinen Triebe genug Licht bekommen.
Gießen ist nur in der ersten Zeit nach der Pflanzung nötig, danach ist die Art sehr trockenheitsresistent.
Verzichte komplett auf Dünger, da die Pflanze an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Lass die verblühten Stände im Winter stehen, um die natürliche Selbstaussaat zu ermöglichen.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – sie hat identische Standortansprüche und ergänzt das Buffet für Schmetterlinge perfekt.
Die Zierliche Witwenblume (Knautia gracilis) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist in Deutschland indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind vor allem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Böschungen. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen sehr schlanken Stängel und gegenständige (sich am Stängel gegenüberstehende) Blätter aus. Eine Besonderheit ist ihre Lebensweise als Mykorrhiza-Pflanze (Symbiose mit Bodenpilzen zur besseren Nährstoffaufnahme), was ihr das Überleben an nährstoffarmen Standorten ermöglicht.
3 Videos zu Zierliche Witwenblume



5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →