Bild folgtKI-generierte IllustrationLathraea squamaria subsp. squamaria
Auch bekannt als: Lathraea squamaria subsp. squamaria
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Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Gewöhnliche Schuppenwurz an ihren blassrosa bis weißlichen, fleischigen Blütenständen, die im zeitigen Frühjahr wie kleine Schuppenpanzer aus dem Laub ragen. Da sie kein Blattgrün besitzt, wirkt sie fast wie ein Pilz, ist aber eine faszinierende Blütenpflanze. Im Naturgarten ist sie eine wertvolle Entdeckung für spezialisierte Schmetterlinge wie den Silbrigen Scheckenfalter (Melitaea diamina) oder den Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa). Wenn du alte Laubbäume im Garten hast, kannst du diesen seltenen Gästen eine Heimat bieten. Schau doch mal genau hin, ob sich dieser botanische Schatz bei dir wohlfühlt.
Geheimnisvoller Schattenstar: Die frühe Nektarquelle für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem spezialisierte Falter von dieser Art. Zu den wichtigsten Besuchern zählen der Silbrige Scheckenfalter (Melitaea diamina), der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und Assmanns Scheckenfalter (Melitaea britomartis). Da sie bereits ab April blüht, stellt sie eine wertvolle Energiequelle in schattigen Gartenbereichen dar, in denen das restliche Blütenangebot oft noch begrenzt ist. Als indigene (einheimische) Pflanze ist sie fest in die Lebensgemeinschaft unserer Wälder integriert und fördert die Artenvielfalt unter Gehölzen.
Die Gewöhnliche Schuppenwurz ist im Garten nicht als kindersicher eingestuft. Sie gilt als schwach giftig und sollte daher nicht verzehrt werden. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere nicht mit den fleischigen Pflanzenteilen spielen oder daran knabbern.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Standort: Suche einen schattigen Platz unter Laubgehölzen aus.
Bodenfeuchte: Der Boden sollte „frisch“ (mäßig feucht) sein und niemals komplett austrocknen.
Bodenbeschaffenheit: Ein normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Mittelzehrer) ist völlig ausreichend.
Pflanzzeit: Du kannst die Schuppenwurz von März bis Mai oder im Herbst von September bis November ansiedeln.
Pflege: Da die Pflanze unterirdisch mit den Wurzeln ihrer Wirte verbunden ist, solltest du den Boden im Umkreis nicht tief umgraben.
Vermehrung: Die Natur erledigt das oft über Ameisen, welche die Samen verbreiten.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist die Hasel (Corylus avellana). Da beide Arten heimisch sind und ähnliche Ansprüche an Schatten und Bodenfeuchte stellen, ergänzen sie sich ökologisch perfekt, da die Hasel als Wirt dient.
Die Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria subsp. squamaria) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und zur Ordnung der Lippenblütlerartigen. Sie ist in Deutschland heimisch und besiedelt vorzugsweise schattige Standorte in Laubwäldern. Eine morphologische Besonderheit ist ihr Rhizom (unterirdischer Erdstock), das mit dicken, weißen Schuppen besetzt ist. Da sie keine Photosynthese betreibt, lebt sie als Vollschmarotzer an den Wurzeln von Gehölzen und erscheint nur zur Blütezeit oberirdisch.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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