Bild folgtKI-generierte IllustrationLathyrus palustris
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Interaktionen
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Sumpf-Platterbse durch ihre blauvioletten Blüten und die kletternde Wuchsform, mit der sie sich geschickt an benachbarten Halmen emporrankt. In deinem Garten leistest du mit ihr einen echten Beitrag zum Artenschutz, denn die Pflanze gilt als gefährdet und steht auf der Roten Liste. Besonders die seltene Nierenfleck-Wickeneule (Toxocampa craccae) und der hübsche Klee-Bläuling (Cyaniris semiargus) profitieren direkt von ihrem Vorhandensein. Wenn du eine feuchte, sonnige Ecke im Garten hast, kannst du diese seltene Schönheit dort wunderbar ansiedeln und beim Wachsen beobachten.
Gefährdete Kletterkünstlerin: Ein seltener Ankerplatz für spezialisierte Wildbienen.
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Diese Art ist eine hochspezialisierte Tankstelle für unsere heimische Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen insbesondere die Grobpunktierte Kleesandbiene (Andrena lathyri) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) die blauvioletten Blüten an. Für die Nierenfleck-Wickeneule (Toxocampa craccae) stellt sie eine lebensnotwendige Raupenfutterpflanze dar. Auch der Klee-Bläuling (Cyaniris semiargus) nutzt sie als wichtige Nahrungsquelle. Die schweren Samen (17,14 mg) fallen nach der Reife meist nah an die Mutterpflanze, können aber auch durch Tiere im Garten weitergetragen werden.
Die Sumpf-Platterbse wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren Vorsicht geboten ist. Wie bei vielen Hülsenfrüchtlern (Fabaceae) sind die Pflanzenteile nicht für den Verzehr geeignet. Sollten dennoch Teile der Pflanze verschluckt werden, wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.514 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 8), damit die Pflanze kräftig blüht.
Boden: Der Untergrund sollte kalkhaltig oder basisch sein (Ellenberg Reaktionswert 8).
Feuchtigkeit: Achte auf einen dauerhaft feuchten Boden; die Pflanze ist an nasse Standorte angepasst.
Pflanzzeit: Setze sie idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Kletterhilfe: Da sie eine Kletterpflanze ist, benötigt sie Nachbarpflanzen mit stabilen Stängeln oder eine feine Rankhilfe.
Wuchshöhe: Plane genau 0.51 m Platz in der Höhe ein.
Vermehrung: Die schweren Samen sorgen für eine Ausbreitung über kurze Distanzen im direkten Umfeld.
Rückschnitt: Lass die vertrockneten Triebe über den Winter stehen, um den natürlichen Kreislauf zu fördern.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – sie teilt die Vorliebe für feuchte Füße und bietet der Platterbse ein natürliches Gerüst zum Ranken.
Die Sumpf-Platterbse (Lathyrus palustris) ist ein Vertreter der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt feuchte Standorte wie Niedermoore oder Sumpfwiesen. Morphologisch fällt sie als nicht verholzte Kletterpflanze auf, die eine präzise Wuchshöhe von 0.51 m erreicht. Eine Besonderheit ist ihre Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, die AM Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhiza), welche die Nährstoffaufnahme im feuchten Milieu optimiert.
3 Videos zu Sumpf-Platterbse



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →