Bild folgtKI-generierte IllustrationLepidium didymum
Auch bekannt als: Coronopus didymus, Zweiknotiger Krähenfuss
2
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Zweiknotigen Krähenfuß (Lepidium didymum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze fällt durch ihren am Boden liegenden Wuchs und die fein gefiederten, breitblättrigen Blätter sofort auf. Als interessanter Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) bereichert er die biologische Vielfalt in deinem Garten, indem er spezialisierten Insekten als Anlaufstelle dient. Besonders der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und die Ypsiloneule profitieren von seinem Vorhandensein. Wenn du eine Vorliebe für bodennahe Spezialisten hast, die auch an schwierigen, nährstoffreichen Stellen gedeihen, ist diese Art eine spannende Wahl für dich. Du kannst damit gezielt kleine ökologische Nischen besetzen, die sonst oft kahl bleiben.
Zierlicher Bodendecker: Wichtige Futterquelle für den Kleinen Kohlweißling.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
In der Gartenökologie spielt der Zweiknotige Krähenfuß eine Rolle als Nahrungspflanze für verschiedene Fluginsekten. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird die Pflanze regelmäßig vom Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) besucht, der hier Nektar findet. Auch für Nachtfalter wie die Ypsiloneule stellt die Art eine relevante Ressource dar. Da die Samen (Diasporen) mit nur 0,4915 mg extrem leicht sind, können sie über weite Strecken durch den Wind verbreitet werden und so neue Lebensräume erschließen. Dies fördert die Vernetzung von Trittsteinbiotopen innerhalb menschlicher Siedlungsbereiche.
Da der Zweiknotige Krähenfuß in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft wird, ist im familiären Umfeld Vorsicht geboten. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen oder verschlucken. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unklarheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.185 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen Standort in voller Sonne (Ellenberg Lichtwert 9), damit die Pflanze ihre typische Wuchsform entwickelt.
Bodenfeuchte: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, um den Bedarf der Pflanze optimal zu decken.
Nährstoffe: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, gut versorgten Gartenboden.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden ist ideal für die Entwicklung.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die geringe Höhe von exakt 0,18 m.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Ausbringen ist im Frühjahr von März bis Mai.
Vermehrung: Durch das geringe Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 0,4915 mg verbreitet sich die Art leicht durch Wind und Selbstaussaat.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Standorte und ergänzt das Wuchsbild ökologisch sinnvoll.
Der Zweiknotige Krähenfuß gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und zur Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales). In Deutschland und Österreich ist er als etablierter Neophyt weit verbreitet und besiedelt bevorzugt nährstoffreiche, offene Bodenstellen. Die krautige Pflanze bleibt mit einer Wuchshöhe von 0,18 m sehr niedrig und ist nicht verholzt. Ein markantes Merkmal sind die winzigen Blüten, die zwischen Juni und August erscheinen und trotz ihrer Unscheinbarkeit einen wichtigen Beitrag zum lokalen Ökosystem leisten.
1 Video zu Zweiknotiger Krähenfuß

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →