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Lepidium ruderale
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Auch bekannt als: Lepidium ruderale
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Schutt-Kresse (Lepidium ruderale) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren winzigen, grünlichen Blüten, die fast immer ohne Kronblätter auskommen, und dem strengen, kresseartigen Geruch beim Zerreiben ist sie unverwechselbar. Diese robuste Pionierpflanze besiedelt gerne Plätze, die andere meiden, und bietet dem Rotbeinigen Feldlaufkäfer (Harpalus affinis) einen wertvollen Lebensraum. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 ohne direktes menschliches Zutun eingeführt wurde) ist sie fest in unserer Landschaft verankert. Wenn du in deinem Garten eine unkomplizierte Art für schwierige, sonnige Stellen suchst, ist sie die ideale Wahl für dich.
Robuste Pionierpflanze und wichtiger Stützpunkt für den Rotbeinigen Feldlaufkäfer.
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Die Schutt-Kresse spielt eine wichtige Rolle im lokalen Ökosystem, da sie spezialisierten Bodenbewohnern Schutz bietet. Nach aktuellen Daten profitiert insbesondere der Rotbeinige Feldlaufkäfer (Harpalus affinis) von ihrem Vorhandensein. Ihre Samenreife zieht in den Herbstmonaten verschiedene Vögel an, die die kleinen Schötchen als Energiequelle nutzen. Da sie als Pionierart oft auf verdichteten Böden wächst, trägt sie zur Bodenlockerung bei und bereitet das Feld für anspruchsvollere Nachfolgepflanzen. In der ökologischen Gartenkultur ist sie daher ein wichtiger Baustein für eine natürliche Bodenregeneration.
Die Schutt-Kresse wird als nicht kindersicher eingestuft, da ihre Inhaltsstoffe bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen können. Eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen ist bei genauer Betrachtung der scharfen, kresseartigen Blätter und des speziellen Geruchs unwahrscheinlich. Dennoch sollten Kinder darauf hingewiesen werden, die Pflanze nicht zu verzehren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,153 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Schutt-Kresse gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Sie bevorzugt nährstoffreiche Ruderalstandorte (vom Menschen stark beeinflusste Rohbodenflächen) wie Wegränder oder Schuttplätze. Morphologisch fällt sie durch ihren von Grund auf stark verzweigten Wuchs und die sehr kleinen, schmal geflügelten Schötchen (flache Kapselfrüchte) auf. Ihre Wurzeln bilden keine Mykorrhiza (keine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen), was ihr ermöglicht, auch auf gestörten Böden schnell Fuß zu fassen.
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.