Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria alpina subsp. alpina
Auch bekannt als: Linaria alpina subsp. alpina
13
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
An ihren kräftig violetten Lippenblüten mit dem leuchtend orangefarbenen Fleck lässt sich das Alpen-Leinkraut (Linaria alpina subsp. alpina) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist dieser winzige Gebirgsbewohner ein wichtiger Nektarspender für spezialisierte Falter wie den Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) oder den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe). Da es als Pionierpflanze (Erstbesiedler offener Flächen) gilt, eignet es sich hervorragend, um karge Lücken in Steinmauern oder im Steingarten ökologisch aufzuwerten. Mit dieser Wahl förderst du gezielt die Artenvielfalt der alpinen Fauna. Wenn du einen sonnigen, steinigen Platz hast, machst du mit dieser Pflanze alles richtig.
Violettes Juwel mit nur 6 cm Höhe: Eine Rettungsinsel für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Alpen-Leinkraut eine lebenswichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Scheckenfalter. Besonders profitieren der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) und der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina). Auch seltenere Arten wie der Idunas Scheckenfalter (Euphydryas iduna) und der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa) fliegen die Blüten an. Die Pflanze bietet zudem dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) wertvollen Nektar. Durch das geringe Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,27 mg können die Samen leicht durch den Wind in neue Gartenbereiche getragen werden, wodurch kleine Trittsteinbiotope entstehen.
Das Alpen-Leinkraut ist in der Datenbank als nicht kindersicher aufgeführt. Da es Inhaltsstoffe enthält, die bei empfindlichen Personen oder Haustieren Reizungen hervorrufen können, ist Vorsicht beim Standort in der Nähe von Spielbereichen geboten. Im Falle eines Unfalls kontaktieren Sie bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.064 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 10), da die Pflanze maximale Lichtintensität benötigt.
Boden: Der Untergrund muss ein Schwachzehrer-Boden (magerer Boden) sein, der reich an Kalk und Basen ist.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein, darf aber niemals zu Staunässe führen.
Bodenvorbereitung: Mische reichlich Kalksplitt oder Kies unter, um eine gute Drainage (Wasserabfluss) zu gewährleisten.
Wuchshöhe: Mit exakt 0,06 m ist die Pflanze sehr niedrig; setze sie daher direkt an den Rand oder in Felsritzen.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober) pflanzen.
Vermehrung: Die Pflanze nutzt Windausbreitung für ihre 0,27 mg leichten Samen; lass Verblühtes daher für die Selbstaussaat stehen.
Gute Partnerin: Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie besiedelt ebenfalls kalkreiche Gebirgsstandorte und ergänzt die violette Blüte durch ihre rosa Köpfchen.
Das Alpen-Leinkraut gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in den Gebirgsregionen Deutschlands und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige (basische) Schutthalden und alpine Felsfluren, wo es als niedrige, krautige Pflanze wächst. Mit einer Wuchshöhe von nur 0,06 m ist es perfekt an extreme Standorte angepasst. Die fleischigen, blaugrauen Blätter dienen als Wasserspeicher, was der Pflanze das Überleben auf sonnenexponierten Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) ermöglicht. Es handelt sich um eine indigene (einheimische) Art, die eng mit der alpinen Dynamik von Fels und Schutt verbunden ist.
2 Videos zu Alpen-Leinkraut


13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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