Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria genistifolia subsp. genistifolia
Auch bekannt als: Linaria genistifolia subsp. genistifolia
13
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
An ihren schmalen, blaugruenen Blaettern und den leuchtend gelben Rachenblueten (Bluetengestalt mit Ober- und Unterlippe) laesst sich die Pflanze sofort erkennen. Das Ginsterblaettrige Leinkraut (Linaria genistifolia subsp. genistifolia) ist ein wahrer Spezialist fuer sonnige Trockenstellen, an denen andere Gewaechse laengst aufgeben. Besonders Edelfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Feurige Perlmuttfalter (Boloria pales) profitieren von dieser Pflanze als Nahrungsquelle. Da sie sehr pflegeleicht ist, eignet sie sich hervorragend, um karge Ecken in deinem Garten oekologisch aufzuwerten. Wenn du mageren Boden hast, ist dieses Leinkraut genau der richtige Partner fuer dich.
Kompakter Sonnenanbeter: Die Rettungsinsel fuer seltene Scheckenfalter.
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Fuer die Insektenwelt ist dieses Leinkraut eine Bereicherung, da es gezielt von spezialisierten Faltern aufgesucht wird. Nach aktuellen Bestaeubungsdaten bedienen sich unter anderem der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), der Silberscheckenfalter (Melitaea diamina) und der Feurige Perlmuttfalter (Boloria pales) an ihrem Nektar. Auch seltenere Arten wie Melitaea deserticola finden hier Nahrung. Die Vermehrung erfolgt ueber sehr leichte Samen mit einem Diasporengewicht von nur 0,17 mg, die durch den Wind weit verbreitet werden. Diese feinen Samen bieten im Winter eine kleine, aber feine Nahrungsgrundlage fuer Kleinstlebewesen im Boden und an der Oberflaeche.
Bitte beachte, dass das Ginsterblaettrige Leinkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. In allen Pflanzenteilen sind Stoffe enthalten, die bei Verzehr fuer Menschen und Haustiere unvertraeglich sein koennen. In Gaerten mit kleinen Kindern solltest du daher einen Platz waehlen, der nicht direkt am Spielbereich liegt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.299 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Waehle einen vollsonnigen Platz, die Pflanze braucht viel Licht und Waerme.
Ellenberg Feuchte 3: Der Boden sollte trocken sein; vermeide Staunaesse unter allen Umstaenden.
Ellenberg Naehrstoffe 3: Setze sie in mageren Boden (Schwachzehrer). Duengen ist nicht nur unnoetig, sondern schadet der Standfestigkeit.
Ellenberg Reaktion 8: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden ist ideal fuer die Entwicklung.
Pflanzzeit: Am besten im Fruehling (Maerz bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Wuchs: Mit einer Wuchshoehe von 0,3 m passt sie gut in den Vordergrund von Beeten oder in den Steingarten.
Pflege: Lass die vertrockneten Stängel im Winter stehen, damit die Samen ausreifen koennen.
Gute Partnerin: Der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) – er teilt die Vorliebe fuer trockene Kalkstandorte und ergaenzt das Farbbild wunderbar.
Dieses Leinkraut gehoert zur Familie der Wegerichgewaechse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Sein natuerlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und felsige Haenge auf kalkhaltigem Untergrund. Botanisch wird es als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Art) gefuehrt, der sich jedoch perfekt in unsere Landschaft integriert hat. Die Pflanze waechst krautig und erreicht eine Hoehe von genau 0,3 m. Besonders markant ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, Naehrstoffe in extrem mageren Boeden effizient aufzunehmen.
1 Video zu Ginsterblättriges Leinkraut

13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →