Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria spartea
Auch bekannt als: Ruten-Leinkraut
14
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
An den leuchtend gelben Rachenblüten mit ihrem charakteristischen langen Sporn lässt sich das Besen-Leinkraut (Linaria spartea) sofort erkennen. Es wächst zierlich mit sehr schmalen Blättern und ist eine Bereicherung für jeden sonnigen Sandgarten. Diese Art ist ökologisch besonders wertvoll, da sie nach aktuellen Daten als wichtige Futterquelle für seltene Schmetterlinge wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) dient. Mit der Pflanzung hilfst du, diese bedrohten Arten in deiner Region gezielt zu unterstützen. Wenn du trockene, magere Standorte hast, machst du mit dieser Wahl für deinen Naturgarten alles richtig.
Gelber Frühlingsstar: Die wichtigste Tankstelle für seltene Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Leinkraut eine lebenswichtige Ressource für eine Vielzahl spezialisierter Edelfalter. Besonders Scheckenfalter wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) steuern die Blüten im April gezielt an. Auch der Alpenglanz-Perlmuttfalter (Boloria pales) sowie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) finden hier eine wertvolle Nektarquelle. Die Arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) fördert zudem die Gesundheit des Bodenlebens. Durch die Ansiedlung dieser seltenen Pflanze stärkst du ein komplexes ökologisches Geflecht und bietest gefährdeten Insektenarten eine seltene Nahrungsgrundlage.
Das Besen-Leinkraut (Linaria spartea) wird als nicht kindersicher eingestuft. Da die Pflanze Inhaltsstoffe besitzt, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, ist im Garten mit kleinen Kindern oder Haustieren Vorsicht geboten. Eine Verwechslung mit essbaren Wildkräutern ist aufgrund der sehr schmalen Blätter und der markanten gelben Spornblüten jedoch nahezu ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.35 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen, warmen Platz, idealerweise in einem Steingarten oder auf einer Magerwiese.
Boden: Die Pflanze benötigt trockene, sandige und sehr durchlässige Erde ohne Staunässe (stehendes Wasser).
Pflanzzeit: Setze das Leinkraut zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Wasserbedarf: Einmal angewachsen, ist die Art extrem trockenheitsresistent und benötigt kein zusätzliches Gießen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze sehr genügsam wächst.
Vermehrung: An geeigneten, offenen Bodenstellen sorgt sie durch Selbstaussaat für ihren Fortbestand.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Heidenelke (Dianthus deltoides) – beide Arten teilen die Vorliebe für sandige, nährstoffarme Böden und bilden eine optisch harmonische, ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft.
Das Besen-Leinkraut gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und zur Gattung der Leinkräuter (Linaria). Es ist vorwiegend im westlichen Europa heimisch und besiedelt in unserer Region bevorzugt trockene, sandige Standorte wie Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Eine morphologische Besonderheit sind die zygomorphen Blüten (spiegelsymmetrische Blütenform), die an eine Löwenmaul-Form erinnern. Die Pflanze geht zudem eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine nützliche Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, um die Nährstoffaufnahme an kargen Plätzen zu optimieren.
1 Video zu Linaria spartea

13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →