Bild folgtKI-generierte IllustrationLittorella uniflora
Auch bekannt als: Strandling
13
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
An den schmalen, fleischigen Blättern, die wie kleine Nadeln in einer bodennahen Rosette angeordnet sind, lässt sich der Europäische Strandling (Littorella uniflora) sofort erkennen. Diese unscheinbare Pflanze ist ein wahrer Schatz für den Naturgarten, da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 2 als stark gefährdet geführt wird. Besonders Schmetterlinge wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder der Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) profitieren von ihrem Vorkommen in spezialisierten Lebensräumen. Wenn Sie eine flache Uferzone im Garten haben, leisten Sie mit dieser Art einen echten Beitrag zum Artenschutz. Helfen Sie mit, diesen seltenen Heimkehrer in unseren Gärten zu bewahren.
Rarität am Teichrand: Überlebenshilfe für den seltenen Goldenen Scheckenfalter.
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Der Europäische Strandling ist eine wichtige Komponente für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten suchen Falter wie der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Silbrige Scheckenfalter (Melitaea diamina) die Pflanze auf. Auch seltene Arten wie der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) nutzen diesen Lebensraum. Da die Pflanze auf der Roten Liste 2 steht, ist jede Ansiedlung ein direkter Beitrag zur Erhaltung der regionalen Biodiversität (Vielfalt des Lebens).
Der Europäische Strandling wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle dokumentiert sind, sollte man im familiengerechten Garten Vorsicht walten lassen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der markanten, nadelartigen Rosettenform im Uferbereich kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Setzen Sie den Strandling in die Flachwasserzone oder auf feuchten Schlamm an einem vollsonnigen Platz.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Verwenden Sie unbedingt nährstoffarmes Substrat, da die Pflanze empfindlich auf zu viel Dünger reagiert.
Da sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) – eine lebensnotwendige Pilzgemeinschaft – eingeht, sollte die Erde am Standort nicht unnötig gewendet werden.
Die Vermehrung erfolgt im Garten meist selbstständig über Ausläufer am Boden.
Eine besondere Pflege oder ein Rückschnitt sind bei dieser bodendeckenden Art nicht erforderlich.
Gute Partnerin: Nadel-Sumpfbinse (Eleocharis acicularis) - beide Arten teilen sich natürlicherweise denselben Lebensraum am Teichrand und konkurrieren nicht um Nährstoffe.
Der Europäische Strandling (Littorella uniflora) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er indigen (einheimisch), besiedelt aber nur sehr spezifische, nährstoffarme Uferbereiche. Morphologisch ist er besonders, da er sowohl unter Wasser als auch an Land wachsen kann. Er ist durch eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) – eine Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln zur besseren Nährstoffaufnahme – eng mit dem Bodenleben vernetzt.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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