Bild folgtKI-generierte IllustrationLotus glaber
Auch bekannt als: Schmalblättriger Hornklee, Lotus glaber
Schon von weitem fällt der Schmalblättrige Hornklee (Lotus glaber) durch seine leuchtend gelben Schmetterlingsblüten auf, die meist in kleinen Köpfchen an den Triebenden sitzen. Er ist eine hervorragende Wahl für deinen Naturgarten, da er als Hülsenfrüchtler in der Lage ist, Stickstoff im Boden zu binden und so die Bodenfruchtbarkeit ganz ohne Dünger verbessert. Ein besonderes Merkmal ist seine arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen), die das Wurzelwerk stärkt. Auch wenn in aktuellen Daten keine spezifischen Insektenbeziehungen hinterlegt sind, ist er als heimischer Blüher grundsätzlich ein Gewinn für die Vielfalt. Mit dieser Pflanze auf mageren Standorten machst du alles richtig. Du schaffst damit eine robuste Basis für ein gesundes Garten-Ökosystem.
Robuster Stickstoff-Spezialist: Goldgelbe Blütenpracht für sonnige Magerstandorte.
Der ökologische Wert des Schmalblättrigen Hornklees liegt vor allem in seiner Funktion als Bodenverbesserer und Stickstoffsammler. Durch die Ausbildung einer arbuskulären Mykorrhiza (AM) fördert er ein gesundes Pilzgeflecht im Erdreich, was auch benachbarten Pflanzen zugutekommt. Die Blütenstruktur ist typisch für Pflanzen, die auf kräftige Bestäuber angewiesen sind, welche die Schiffs- und Flügelblätter der Blüte herunterdrücken können. Im Winter bieten die vertrockneten Stängel und die darin enthaltenen Samen eine wichtige Nahrungsquelle für bodenfressende Vögel. Da er auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) gedeiht, ist er ein wichtiger Bestandteil der regionalen Biodiversität auf Extremstandorten. Er dient somit als stabilisierendes Element in einer naturnahen Pflanzengemeinschaft.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft, da sie geringe Mengen an Blausäureglykosiden bilden kann. Ein Verzehr von Pflanzenteilen sollte daher unbedingt vermieden werden. Eine Verwechslung mit dem Gewöhnlichen Hornklee (Lotus corniculatus) ist möglich, dieser hat jedoch deutlich breitere Blätter und ist ebenfalls nicht für den Verzehr geeignet.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.75 m
Für den Schmalblättrigen Hornklee solltest du einen vollsonnigen Platz in deinem Garten wählen. Da die Pflanze an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist, ist ein magerer, eher sandiger oder lehmiger Boden ideal.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze durch ihre Wurzelknöllchen selbst für Nährstoffe sorgt.
Die im Boden vorhandene arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) hilft der Pflanze, Wasser und Phosphor effizienter aufzunehmen.
Gießen musst du nur in der Anwachsphase, danach ist sie sehr trockenheitsresistent.
Eine Vermehrung gelingt am besten über die Aussaat der Samen im zeitigen Frühjahr direkt an Ort und Stelle.
Da die Pflanze nicht kindersicher ist, sollte sie nicht direkt am Spielbereich gepflanzt werden.
Ein Rückschnitt im Spätwinter ist möglich, um den Neuaustrieb zu fördern.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine ideale Begleiterin, da beide ähnliche Ansprüche an sonnige, magere Standorte haben und ökologisch gut harmonieren.
Der Schmalblättrige Hornklee (Lotus glaber) wird in der Systematik zur Familie der Lotosgewächse (Nelumbonaceae) innerhalb der Ordnung der Silberbaumartigen gestellt. Er kommt in der Region vor allem auf wechselfeuchten bis trockenen Standorten vor, die oft einen gewissen Salzgehalt aufweisen können. Charakteristisch sind seine niederliegenden, dünnen Stängel und die sehr schmalen, fast linealischen Blättchen, die ihn von verwandten Arten unterscheiden. Er ist ein typischer Bewohner von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Durch seine tiefgehende Pfahlwurzel kann er auch längere Trockenperioden gut überdauern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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