Bild folgtKI-generierte IllustrationLuzula alpinopilosa subsp. alpinopilosa
Auch bekannt als: Luzula alpinopilosa subsp. alpinopilosa
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren dunkelbraunen, fast schwarz glänzenden Blütenköpfchen, die sich deutlich von den grasartigen Blättern abheben, lässt sich die Braunblütige Hainsimse (Luzula alpinopilosa subsp. alpinopilosa) sofort erkennen. In deinem Garten ist dieses kleine Binsengewächs ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt, da sie spezialisierten Faltern wie dem Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) oder dem Braunauge (Lasiommata maera) als wichtige Nahrungsquelle dient. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.18 m eignet sie sich hervorragend für kühlere Standorte, die dem alpinen Charakter ihrer Heimat nachempfunden sind. Du förderst damit eine indigene (einheimische) Art, die besonders in Gebirgslagen oder kühlen Mittelgebirgsgärten bestens aufgehoben ist. Wenn du einen eher mageren Boden hast, wirst du viel Freude an dieser robusten Pflanze haben.
Kompakter Alpin-Charme für magere Böden: Ein Magnet für Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Braunblütige Hainsimse eine wichtige Anlaufstelle für heimische Schmetterlinge. Besonders der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und das Braunauge (Lasiommata maera) nutzen die Pflanze. Da sie als Gras wächst, bietet sie zudem Struktur für am Boden lebende Insekten. Ihre Samen sind mit 0.2249 mg sehr leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und so zur natürlichen Vernetzung von Biotopen beiträgt. Auch wenn sie klein bleibt, leistet sie durch ihre Mykorrhiza-Verbindung (Symbiose mit Bodenpilzen) einen Beitrag zur Bodengesundheit im Naturgarten.
Die Datenbank stuft die Braunblütige Hainsimse als nicht kindersicher ein. Auch wenn keine akute Giftigkeit für den Menschen im Vordergrund steht, ist sie nicht für den Verzehr geeignet und sollte in Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren mit der nötigen Umsicht gepflanzt werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs großer Mengen ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.182 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen sonnigen Standort (Lichtzahl 7), damit die Pflanze ihre charakteristische Blütenfarbe voll entwickelt.
Boden: Der Untergrund sollte ein Schwachzehrer-Boden (magerer Boden) sein; zu viel Dünger schadet der Standfestigkeit.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), Staunässe sollte jedoch durch eine gute Drainage (Wasserabfluss) vermieden werden.
Temperatur: Die Pflanze ist an kühle Bedingungen (alpin/nördlich) angepasst und verträgt Frost problemlos.
Pflanzzeit: Setze die Hainsimse im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein, damit sie sich als horstbildendes Gras entfalten kann.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im Spätwinter möglich, um den Neuaustrieb zu fördern; ansonsten ist sie sehr pflegeleicht.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) ergänzt sie hervorragend, da beide ähnliche Ansprüche an magere, sonnige Standorte stellen.
Die Braunblütige Hainsimse gehört zur Familie der Binsengewächse (Juncaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt vorrangig in den Hochgebirgen, wo sie als Charakterart auf kühlen, oft alpinen Standorten vorkommt. Morphologisch zeichnet sie sich als breitblättriges, nicht verholzendes Gras aus, das durch seine kompakte Wuchsform und die namensgebenden braunen Blütenstände auffällt. Sie bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse und ist als indigene Art (schon immer hier heimisch) perfekt an unser Klima angepasst.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →