Bild folgtKI-generierte IllustrationLuzula desvauxii
Auch bekannt als: Luzula desvauxii
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer die Desvaux Hainsimse (Luzula desvauxii) sind ihre grasartigen, breitblaettrigen Blaetter und der lockere Bluetenstand, der sich ueber die gruenen Horste erhebt. In deinem Naturgarten ist diese Art eine echte Besonderheit, da sie als extrem selten (Rote Liste R) eingestuft wird und spezialisierten Schmetterlingen wie dem Braunauge (Lasiommata maera) oder dem Rostfarbenen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) als Lebensraum dient. Da sie kuehle, alpine Bedingungen schaetzt, bereichert sie vor allem Standorte, an denen andere Pflanzen oft aufgeben. Wenn du eine Schwäche fuer seltene heimische Graeser hast, ist diese Hainsimse genau die richtige Wahl fuer dich.
Alpine Kostbarkeit: Schuetze mit dieser 0,42 m hohen Hainsimse seltene Falter.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge von diesem Gras. Der Rostfarbene Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und das Braunauge (Lasiommata maera) nutzen die Bestaende als Teil ihres Lebensraums. Die Samen sind mit 0,21 mg sehr leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermoeglicht und in der kalten Jahreszeit eine winzige, aber wertvolle Nahrungsquelle fuer kleine Voegel darstellen kann. Als indigene (ursprünglich heimische) Art ist sie perfekt in das oekologische Gefuege unserer Bergregionen eingebunden und foerdert die Biodiversitaet an Standorten mit kuellerem Klima.
Die Desvaux Hainsimse wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungsfaelle bekannt sind, solltest du in Gaerten mit kleinen Kindern zur Vorsicht raten und darauf achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Im Falle eines Unfalls ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.422 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Waehle einen sonnigen bis halbschattigen Platz (Lichtzahl 7), der auch im Sommer nicht zu stark aufheizt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein (Feuchtezahl 6), Staunaesse ist jedoch zu vermeiden.
Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionszahl 4) mit mittlerem Naehrstoffgehalt ist ideal.
Pflanze am besten im Fruehling (Maerz bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte die Erde gleichmaeßig feucht, besonders in Trockenperioden, da die Pflanze an kühles Klima angepasst ist.
Ein Rueckschnitt ist nicht zwingend erforderlich; das Stehenlassen der Blaetter schuetzt das Herz der Pflanze im Winter.
Vermehrung erfolgt ueber die leichten Samen, die durch den Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Die Europaeische Trollblume (Trollius europaeus) – sie teilt die Vorliebe fuer frische, naehrstoffreiche Standorte und ergaenzt das Gras optisch hervorragend.
Die Desvaux Hainsimse gehört zur Familie der Binsengewächse (Juncaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland und Österreich. Ihr natürlicher Lebensraum liegt vorwiegend in kühlen, alpinen oder nördlichen Regionen, was sie zu einem Spezialisten für rauere Lagen macht. Als ausdauernde, nicht verholzende Pflanze bildet sie lockere Horste und erreicht eine Wuchshoehe von genau 0,42 m. Botanisch zeichnet sie sich durch Mykorrhiza-Beziehungen vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhizapilze, eine Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) aus.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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