Bild folgtKI-generierte IllustrationLuzula spicata
Auch bekannt als: Luzula spicata
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Ähren-Hainsimse (Luzula spicata) an ihren dichten, ährenartig zusammengezogenen Blütenständen, die oft leicht nickend über den schmalen Blättern stehen. Als Spezialistin für kühle, alpine Lagen bringt sie die urwüchsige Kraft der Berge in Deinen Garten. Sie dient als wichtige Futterquelle für Schmetterlinge wie den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und den Berg-Waldportier (Lasiommata maera). Durch ihre Vorliebe für magere Standorte hilft sie Dir dabei, die Artenvielfalt auf kargen Flächen zu fördern. Wenn Du ein sonniges Plätzchen mit wenig Nährstoffen hast, ist dieses kleine Gras genau die richtige Wahl für Dich.
Alpiner Überlebenskünstler: Die Ähren-Hainsimse nährt seltene Falter auf 0,15 m.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus), Pararge xiphioides und der Berg-Waldportier (Lasiommata maera) von dieser Pflanze. Ihre Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0.2907 mg extrem leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Im Garten bietet das dichte Laub der Hainsimse wertvolle Kleinstlebensräume für wirbellose Tiere. Als einheimische Art (Indigen) ist sie fest im ökologischen Gefüge unserer Gebirgsregionen verankert. Durch den Verzicht auf Düngung an ihrem Standort förderst Du zudem spezialisierte Magerkeitszeiger in Deiner unmittelbaren Umgebung.
Die Ähren-Hainsimse (Luzula spicata) wird als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher außerhalb der Reichweite kleiner Kinder gepflanzt werden. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungen dokumentiert sind, ist bei Unwohlsein nach Kontakt der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar. Die Pflanze ist nicht für den Verzehr geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.146 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), damit die Pflanze ihre charakteristische Form behält.
Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Substrat sein (Ellenberg Nährstoffe 2), also sehr mager und nährstoffarm.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte (Ellenberg Feuchte 5), Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Da sie nur 0.15 m hoch wird, ist sie perfekt für den Vordergrund oder Steingärten geeignet.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; das Stehenlassen der Halme schützt die Pflanze im Winter.
Sie geht eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) ein, weshalb auf künstliche Dünger verzichtet werden sollte.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, magere Standorte und ergänzt die Hainsimse optisch hervorragend.
Die Ähren-Hainsimse (Luzula spicata) gehört zur Familie der Binsengewächse (Juncaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Ihr natürliches Vorkommen liegt vor allem in alpinen Matten und auf Silikatgestein, also kalkfreien Felsfluren. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.15 m bleibt sie sehr kompakt und bildet dichte Horste (grasartige Büschel). Typisch für die Gattung sind die langen, bewimperten Haare an den Blatträndern, die Du bei genauem Hinsehen gut erkennen kannst.
1 Video zu Ähren-Hainsimse

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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