Bild folgtKI-generierte IllustrationLysimachia punctata
Auch bekannt als: Goldfelberich, Punkte-Gilbweiderich, Punktierter Gilbweiderich
7
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Drüsige Gilbweiderich (Lysimachia punctata) durch seine leuchtend gelben Schalenblüten, die in den Blattachseln entlang der straff aufrechten Stängel sitzen. Diese Pflanze ist eine wertvolle Ergänzung für deinen Garten, wenn du spezialisierte Wildbienen unterstützen möchtest. Besonders die Wald-Schenkelbiene (Macropis fulvipes) und die Auen-Schenkelbiene (Macropis europaea) sind auf sie angewiesen, da sie hier Pollen und wertvolle Pflanzenöle für ihren Nachwuchs sammeln. Da die Art auch im Halbschatten gut gedeiht, kannst du mit ihr schwierige Gartenbereiche ökologisch aufwerten. Wenn du ihr einen ausreichend feuchten Platz gibst, wird sie dich jedes Jahr mit ihrer zuverlässigen Blüte belohnen.
Schenkelbienen-Tankstelle: Exklusives Pflanzenöl auf 0,66 m Wuchshöhe.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Drüsige Gilbweiderich eine lebenswichtige Ressource für hochspezialisierte Insekten. Besonders hervorzuheben sind die Wald-Schenkelbiene (Macropis fulvipes) und die Auen-Schenkelbiene (Macropis europaea), die das spezielle Pflanzenöl der Blüten sammeln. Auch die Blattwespe Monostegia abdominalis gehört zu den regelmäßigen Besuchern. Da die Samen mit nur 0,3286 mg sehr leicht sind, nutzt die Pflanze Wind- oder Fernausbreitung, um neue Standorte zu besiedeln. Die großzügigen Blätter bieten zudem Schutz für kleine Bodenlebewesen. Im Winter dienen die stehengelassenen Kapseln als wertvolles Strukturelement in deinem Naturgarten.
Der Drüsige Gilbweiderich wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, um Unverträglichkeiten zu vermeiden. Sollte es dennoch zu einem versehentlichen Verzehr kommen, kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240. Ansonsten ist der Umgang im Garten bei normaler Vorsicht unbedenklich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.665 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, da die Pflanze dort ihre optimale Blattfläche von 2841,0 mm² entwickelt.
Boden: Ein normaler Boden (Mittelzehrer) ist ideal, sofern er neutral bis schwach sauer ist.
Feuchtigkeit: Halte die Erde gleichmäßig frisch bis feucht (Ellenberg-Wert 7); Trockenperioden solltest du vermeiden.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Wuchshöhe: Plane bei der Pflanzung ein, dass die Stängel eine Höhe von 0,66 m erreichen.
Ausbreitung: Die Pflanze bildet Ausläufer; wenn der Platz begrenzt ist, kannst du den Wurzelstock im Frühjahr teilen.
Pflege: Die vertrockneten Stängel solltest du über den Winter stehen lassen und erst im zeitigen Frühjahr bodennah zurückschneiden.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) – beide lieben feuchte Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Drüsige Gilbweiderich (Lysimachia punctata) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen. Ursprünglich aus Südosteuropa stammend, gilt er in Deutschland, Österreich und der Schweiz als etablierter Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde). In der Natur besiedelt er bevorzugt Uferbereiche und feuchte Waldränder. Es handelt sich um eine krautige Pflanze (nicht verholzend) mit einer fixen Wuchshöhe von 0,66 m. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine lebensnotwendige Symbiose zwischen den Wurzeln und Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →