Bild folgtKI-generierte IllustrationMacropis fulvipes (Fabricius, 1804)
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Du erkennst die Wald-Schenkelbiene an ihren auffällig verbreiterten, weißlich behaarten Hinterbeinen, mit denen sie im Flug fast schwerfällig wirkt. Diese Wildbiene ist univoltin (bringt nur eine Generation pro Jahr hervor) und ist in deinem Garten von Mai bis Juli zu beobachten. Die Weibchen legen ihre Eier in selbst gegrabene Gänge im Erdboden an schwach bewachsenen Stellen ab. Im späten Frühjahr besucht sie zur Eigenversorgung gerne den Feld-Klee (Trifolium campestre) oder Weiß-Klee (Trifolium repens). Während der Sommermonate findest du sie fast ausschließlich am Gewöhnlichen Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) oder am Drüsigen Gilbweiderich (Lysimachia punctata), während sie im Herbst nicht mehr aktiv ist. Die Larve ernährt sich von einem energiereichen Gemisch aus Pollen und gesammeltem Blütenöl. Das Tier überwintert als Ruhelarve in einer speziellen, mit Öl wasserfest ausgekleideten Zelle tief im Erdboden. Du kannst diese spezialisierte Art fördern, indem du heimische Gilbweiderich-Arten an feuchteren Gartenstellen pflanzt. Zudem solltest du darauf verzichten, offene Bodenstellen unter Sträuchern mit Rindenmulch abzudecken, damit die Weibchen dort ihre Nester graben können.
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Die Wald-Schenkelbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast, der den Menschen gegenüber nicht aggressiv auftritt. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Schutz und sollte in ihrem natürlichen Lebensraum nicht gestört werden. Ein Anfassen ist nicht ratsam, da die Tiere sehr empfindlich sind.
Die Wald-Schenkelbiene (Macropis fulvipes) gehört zur Familie der Schenkelbienen (Melittidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und lebt solitär (einzeln nistend), ohne einen Staat zu bilden. Mit einer Körpergröße von 8 bis 9 Millimetern ist sie eher klein und gedrungen schwarz gefärbt. Auffällig sind die stark behaarten Sammelbeine der Weibchen, während die Männchen eine gelbe Gesichtszeichnung tragen. Sie ist eng an das Vorkommen von Gilbweiderich gebunden, da sie dessen Blütenöl für den Nestbau benötigt.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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