Bild folgtKI-generierte IllustrationMaculinea alcon (Denis & Schiffermüller), 1776
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Wer den Kleinen Moorbläuling einmal beobachtet hat, vergisst ihn nicht: Die Männchen bestechen durch ihre leuchtend blauen Flügeloberseiten, während die Weibchen oft ein dezentes Braun mit blauem Anflug tragen. Dieser Schmetterling bringt nur eine Generation pro Jahr hervor. Da die Falter erst im Hochsommer schlüpfen, kannst du sie im Frühling noch nicht entdecken; im Juli und August sind sie jedoch treue Gäste am Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea) oder Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe). Die Weibchen legen ihre weißen Eier gezielt an den Blütenknospen des Lungen-Enzians ab. Die Raupe ernährt sich anfangs von den Samenanlagen dieser Pflanze, bevor sie eine myrmekophile (auf die Gemeinschaft mit Ameisen angewiesene) Lebensweise beginnt. Sie lässt sich von Knotenameisen adoptieren und überwintert als Larve geschützt in deren Nest im Boden. Du kannst die Art fördern, indem du heimische Enziane in feuchten Gartenbereichen pflanzt und im Spätsommer auf eine Mahd verzichtest, um die jungen Raupen in den Blüten nicht zu gefährden. Als Gärtner trägst du so zum Erhalt dieses hochspezialisierten Bewohners bei.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Da der Kleine Moorbläuling streng geschützt ist und auf der Roten Liste steht, darfst du ihn weder fangen noch umsiedeln. Beobachte die Tiere am besten mit ausreichend Abstand, um die empfindlichen Eiablageplätze an den Enzianen nicht zu zertreten.
Der Kleine Moorbläuling gehört zur Familie der Bläulinge (Lycaenidae) in der Ordnung der Schmetterlinge. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, jedoch aufgrund seiner Bindung an Feuchtwiesen und Moore stark spezialisiert. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von etwa 30 Millimetern und sind an den charakteristischen dunklen Fleckenreihen auf der hellgrauen Flügelunterseite erkennbar. Die Entwicklung ist untrennbar mit dem Vorkommen spezifischer Knotenameisen und heimischer Enzianarten verknüpft.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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