Bild folgtKI-generierte IllustrationGentiana asclepiadea
Auch bekannt als: Hirschbrunft-Enzian, Blaue Kreuzwurz, Herbst-Enzian, Geißleiter
18
Arten
interagieren
206
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die tiefblauen, trichterförmigen Blüten stehen meist paarweise in den Achseln der spitz zulaufenden Blätter an elegant überhängenden Stängeln. In Deinem Garten ist diese Art besonders wertvoll, da sie als indigene (einheimische) Pflanze perfekt an unser Klima angepasst ist und eine ungewöhnlich lange Blühphase bietet. Da sie von Mai bis September Farbe zeigt, überbrückt sie die sommerliche Blühpumpe in halbschattigen Bereichen. Du bereicherst mit ihr einen Standort, an dem viele andere Prachtstauden oft versagen. Hol Dir diesen robusten Bergland-Bewohner direkt in Deine Beete.
Blaues Blütenwunder: Dein heimischer Dauerblüher von Mai bis September.
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Nach den vorliegenden Bestäubungsdaten ist der Zeitraum von Mai bis September die entscheidende Phase dieser Art. Durch diese lange Blühdauer stellt sie über fünf Monate hinweg eine verlässliche Ressource im Gartenökosystem dar. Da die Pflanze als indigen (einheimisch) eingestuft ist, ist sie ein fester Bestandteil der regionalen Flora in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Obwohl in der aktuellen Datenbasis keine spezifischen Insektenarten gelistet sind, sichert die Beständigkeit der Blüte die Nahrungsgrundlage für die lokale Fauna im Halbschatten. Die abgestorbenen Stängel dienen zudem als wichtiger Strukturgeber für den Garten im Winter.
Achtung: Der Schwalbenwurz-Enzian ist nicht kindersicher. Er enthält Bitterstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der bogenförmigen Wuchsform kaum, dennoch solltest Du die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kleinkindern pflanzen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Wähle für den Schwalbenwurz-Enzian einen Platz im Halbschatten (halbtägige Besonnung), da er keine pralle Mittagssonne mag.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe musst Du jedoch vermeiden.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt er mit normalem, humosem Gartenboden bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Da die Art kalkliebend bis neutral reagiert, kannst Du bei sehr sauren Böden etwas Algenkalk beimischen.
Halte die Erde gleichmäßig feucht, besonders in trockenen Sommermonaten.
Ein Rückschnitt der Triebe sollte erst im späten Winter erfolgen, damit die Struktur der Pflanze erhalten bleibt.
Vermehrung erfolgt am besten durch Aussaat im Herbst, da die Samen Kaltkeimer (benötigen Frost zum Keimen) sind.
Gute Partnerin: Die Wald-Simse (Scirpus sylvaticus) – beide bevorzugen frische Standorte und ergänzen sich durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen ideal.
Der Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea) gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) innerhalb der Ordnung der Enzianartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort typischerweise lichte Wälder sowie feuchte Bergwiesen. Morphologisch auffällig sind die gegenständigen (sich am Stängel gegenüberstehenden) Blätter, die der Pflanze ihren Namen gaben, da sie denen der Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) ähneln. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 60 Zentimetern gehört er zu den stattlichsten heimischen Enzianarten.
15 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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