Bild folgtKI-generierte IllustrationMalva arborea
Auch bekannt als: Malva arborea
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
8
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Baummalve (Malva arborea) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrem fast einen Meter hohen, strauchartigen Wuchs und den samtigen, großflächigen Blättern ist sie eine imposante Erscheinung. Typisch für diesen verholzten Strauch ist die prächtige Blüte im Juli, die ihn zum Blickfang in jedem sonnigen Beet macht. Für die gebietsfremd Fauna ist sie ein echter Gewinn, da sie als spezialisierte Raupenfutterpflanze für Nachtfalter wie die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und die Baumwoll-Sonneneule dient. Auch der Malven-Blattspanner (Larentia clavaria) findet hier seine Lebensgrundlage. Wenn du deinem Garten eine mediterrane Note mit hohem ökologischem Wert verleihen möchtest, ist diese Malve eine ausgezeichnete Wahl für dich.
Stattlicher Strauch mit 0.96 m Höhe: Die Kinderstube für seltene Nachtfalter.
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Die Baummalve erfüllt eine wichtige Funktion im Ökosystem deines Gartens, insbesondere für die Welt der Nachtfalter. Nach aktuellen Daten ist sie eine essenzielle Raupenfutterpflanze für die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und die Baumwoll-Sonneneule. Zudem bietet sie dem Malven-Blattspanner (Larentia clavaria) eine verlässliche Nahrungsgrundlage für seine Larvenentwicklung. Ihre schweren Diasporen (Samen) mit 12.9 mg fallen oft direkt unter die Pflanze oder werden durch Tiere im Nahbereich verbreitet. Da sie im Juli ihre volle Blüte erreicht, stellt sie eine wertvolle Nektarquelle in der Hochsommerphase dar, wenn viele andere Frühjahrsblüher bereits verblüht sind.
Bitte beachte, dass die Baummalve (Malva arborea) als nicht kindersicher eingestuft wird. In Haushalten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten, damit keine Pflanzenteile in den Mund gelangen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Jul
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Pflanzenhöhe
0.956 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen, warmen Standort, damit der Strauch seine volle Pracht entfalten kann.
Achte bei der Pflanzung auf die Endhöhe von genau 0.96 m und lasse entsprechend Platz zum Nachbarn.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai, damit die Pflanze vor dem ersten Frost gut einwurzelt.
Da sie als Strauch verholzt, ist sie stabiler als einjährige Malven, freut sich aber über einen windgeschützten Platz.
Der Boden sollte durchlässig sein; vermeide unbedingt Staunässe (stehendes Wasser), da dies die Wurzeln schädigen kann.
Da die Pflanze im Juli blüht, solltest du im Frühsommer auf eine ausreichende Wasserversorgung achten.
Ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr fördert einen buschigen Wuchs und neuen Blütentrieb.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) — sie bevorzugt ähnliche sonnige Standorte und bietet als heimische Wildpflanze eine ökologisch wertvolle Ergänzung zum Insektenbuffet.
Die Baummalve (Malva arborea) gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) innerhalb der Ordnung der Malvenartigen (Malvales). In Mitteleuropa findet man sie vor allem in Gärten und gelegentlich verwildert an warmen, geschützten Standorten, da sie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und von den Atlantikküsten stammt. Ein besonderes Merkmal ist ihr Verholzungsgrad: Im Gegensatz zu vielen krautigen Verwandten wächst sie als echter Strauch. Auffällig ist zudem die enorme Blattfläche von 31623.0 mm², die der Pflanze hilft, viel Sonnenlicht für ihr schnelles Wachstum einzufangen. Ihre Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Samen) sind mit 12.9 mg vergleichsweise schwer, was auf eine Verbreitung über kurze Distanzen hindeutet.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →