Bild folgtKI-generierte IllustrationFraxinus ornus
Auch bekannt als: Mannaesche, Manna-Esche, Schmuck-Esche, Schmuckesche
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren cremeweißen, intensiv duftenden Blütenrispen, die sich im April über den gefiederten Blättern entfalten, fällt die Blumen-Esche (Fraxinus ornus) sofort auf. Im Gegensatz zu ihrer großen Schwester, der Gemeinen Esche, blüht sie sehr auffällig und lockt damit zahlreiche Gäste in deinen Garten. Sie ist besonders wertvoll für spezialisierte Arten wie die Eschen-Gallmilbe (Aceria fraxinivora) und bietet Lebensraum für bedrohte Säugetiere wie die Bechsteinfledermaus oder die Natterer-Fledermaus. Als Baum, der gut mit Trockenheit zurechtkommt, ist sie eine zukunftssichere Wahl für naturnahe Anlagen. Wenn du also einen Charakterbaum suchst, der ökologisch wertvoll und optisch ansprechend ist, ist dieser Baum die ideale Besetzung für dein Gartenstück.
Duftendes Blütenwunder auf 7,94 Metern: Ein Rückzugsort für seltene Fledermäuse.
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Die Blumen-Esche ist ein wichtiger Trittstein im Ökosystem Garten. Während der Blütezeit im April und Mai bietet sie eine reiche Nahrungsquelle für verschiedene Insekten, die durch den Duft angelockt werden. Besonders spezifisch ist die Beziehung zur Eschen-Gallmilbe (Aceria fraxinivora), die an diesem Baum ihre Gallen ausbildet. Auch für den Artenschutz bei Säugetieren spielt sie eine Rolle: Nach aktuellen Daten nutzen die Bechsteinfledermaus und die Natterer-Fledermaus den Baum als Lebensraum oder Jagdrevier. Mit einem Diasporengewicht (Samengewicht) von 24.8463 mg bildet sie schwere Samen aus, die meist über kurze Distanzen durch den Wind oder Tiere verbreitet werden.
Die Blumen-Esche wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Das bedeutet, dass beim Gärtnern mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist, da Teile der Pflanze bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen können. Es besteht keine akute Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Bäumen, dennoch ist Aufsicht im Garten ratsam.
Licht
—
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
7.939 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort : Wähle einen vollsonnigen, warmen Platz; die Art liebt Wärme.
Boden : Der Untergrund sollte kalkhaltig / basisch (Reaktion 8) sein, also im alkalischen Bereich liegen.
Nährstoffe : Als Schwachzehrer (Magerkeitszeiger 3) benötigt der Baum keinen zusätzlichen Dünger.
Feuchtigkeit : Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Zeigerwert 4) sein, wobei der Baum Trockenperioden gut verträgt.
Pflanzzeit : Idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchs : Beachte die Endhöhe von 7.94 m bei der Standortwahl in Bezug auf Gebäude.
Pfage : Ein Rückschnitt ist selten nötig; lasse dem Baum Platz für seine natürliche Krone.
Symbiose : Der Baum geht eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose zur besseren Nährstoffaufnahme) ein.
Pflanzpartner : Der Wollige Schneeball (Viburnum lantana) ist ein hervorragender Partner, da er ebenfalls kalkhaltige, warme Standorte bevorzugt.
Die Blumen-Esche gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst meist warme, kalkhaltige Standorte, oft in Gesellschaft mit Flaumeichen. Charakteristisch sind die breitblättrigen, unpaarig gefiederten Blätter und die namensgebenden weißen Blüten, die im Gegensatz zu vielen anderen Eschen-Arten durch Insekten bestäubt werden. Mit einer Endhöhe von genau 7.94 m bleibt sie deutlich kleiner als viele andere heimische Waldbäume und eignet sich daher gut für Hausgärten.
3 Videos zu Blumen-Esche



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →