Bild folgtKI-generierte IllustrationMelampyrum nemorosum subsp. nemorosum
Auch bekannt als: Melampyrum nemorosum subsp. nemorosum
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Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Hain-Wachtelweizen durch das leuchtende Farbspiel seiner intensiv violetten Hochblätter (Blätter direkt unter dem Blütenstand) und der tiefgelben Blütenkronen. In deinem Naturgarten ist dieser Halbschmarotzer ein echtes Highlight für den Halbschatten und ökologisch höchst wertvoll. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine lebenswichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und den Westlichen Scheckenfalter (Melitaea celadussa). Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen Platz am Gehölzrand hast, wird dich diese Pflanze jedes Jahr aufs Neue mit ihrer Farbenpracht begeistern.
Farbenfroher Scheckenfalter-Magnet: Ein Muss für naturnahe Waldränder auf 0.36 m.
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In deinem Garten fördert der Hain-Wachtelweizen gezielt die Artenvielfalt der Tagfalter. Besonders Schmetterlinge wie der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina), der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea britomartis) nutzen ihn als wichtige Nektarquelle. Das Diasporengewicht (Samengewicht) von 6.63 mg deutet auf eine Kurzdistanz-Ausbreitung hin, was bedeutet, dass die Pflanze bei guten Bedingungen stabile Bestände vor Ort bildet. Da die Art in der Roten Liste auf der Vorwarnliste (V) geführt wird, ist sie ein wichtiger Baustein für das ökologische Netz in deiner Region. Vögel und kleine Säugetiere können gelegentlich von den Samen profitieren, die im Spätsommer reifen.
Bitte beachte, dass der Hain-Wachtelweizen als nicht kindersicher eingestuft ist. Die Pflanze enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen können, weshalb sie für Gärten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren nur bedingt geeignet ist. Platziere sie am besten im hinteren Bereich von Beeten oder in naturnahen Hecken, wo sie ungestört wachsen kann.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.357 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Lichtwert 5), idealerweise unter lichten Bäumen oder am Rand von Hecken.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtewert 4) sein; vermeide sowohl Staunässe als auch völliges Austrocknen.
Achte auf einen normalen Boden ohne übermäßige Düngung (Mittelzehrer, Nährstoffwert 4).
Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Da die Pflanze nicht verholzt, benötigt sie keinen Rückschnitt; lass sie im Herbst einfach stehen.
Die Vermehrung erfolgt über die 6.63 mg schweren Samen (Diasporen), die meist durch Schwerkraft oder Ameisen verbreitet werden.
Lass die verblühten Pflanzen bis zur Samenreife stehen, damit sie sich für das nächste Jahr selbst aussäen können.
Gute Partnerin: Die Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum) – sie teilt die Vorliebe für lichte Waldränder und ergänzt das Violett-Gelb mit ihren magentafarbenen Blüten.
Der Hain-Wachtelweizen (Melampyrum nemorosum subsp. nemorosum) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist eine indigene (ursprünglich einheimische) Art in Deutschland. Er besiedelt natürlicherweise lichte Wälder und Waldränder, die mäßig warm und neutral bis schwach sauer sind. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.36 m bleibt er kompakt und fällt eher durch seine Blattfläche von 526.66 mm² sowie den starken Farbkontrast auf. Als einjährige, krautige Pflanze ist er darauf angewiesen, jedes Jahr erneut aus Samen zu keimen, wobei er als Mittelzehrer einen normal versorgten Boden bevorzugt.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →