Bild folgtKI-generierte IllustrationMentha suavis
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Arten
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Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die weich behaarten, graugrünen Blätter und der angenehm süßliche Duft, durch den sich die Liebliche Minze (Mentha suavis) sofort verrät. In deinem Naturgarten ist sie weit mehr als nur ein Kraut am Wegesrand, denn sie dient als wichtige Nektarstation für spezialisierte Insekten wie den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma). Mit ihrem buschigen Wuchs bietet sie wertvolle Struktur und Schutz für Kleintiere. Da sie in der freien Natur immer seltener wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die ökologischen Nutzen mit einem feinen Aroma verbindet, ist diese Minze die ideale Wahl für dich.
Aromatische Nektar-Oase für seltene Dickkopffalter und Wildbienen.
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Diese Minze ist ein wahrer Magnet für Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten nutzen besonders Dickkopffalter wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera), der Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) und der Syrische Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) ihr Nektarangebot. Auch für die Raupenentwicklung ist sie unverzichtbar: Die Jota-Silbereule (Autographa jota) und der Chi-Eulenfalter (Antitype chi) nutzen die Blätter als Kinderstube. Sogar der Schlehenspanner findet hier Nahrung. Da die Pflanze bis in den Spätsommer blüht, bietet sie eine verlässliche Futterquelle, wenn andere Wiesenblumen bereits verblüht sind.
Die Liebliche Minze wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies begründet sich vor allem durch die hohe Konzentration an ätherischen Ölen, die bei empfindlichen Kleinkindern zu Atemreizungen oder Unverträglichkeiten führen können. Im normalen gärtnerischen Umgang besteht jedoch keine akute Gefahr, solange keine größeren Mengen verzehrt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Sep – Sep
Bioregion
Continental
Standort: Suche dir einen Platz in der Sonne oder im Halbschatten aus.
Boden: Die Pflanze liebt nährstoffreiche und eher feuchte Erde, zeigt sich aber recht anpassungsfähig.
Pflanzzeit: Du kannst sie ideal von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November pflanzen, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Minzen breiten sich über Ausläufer (unterirdische Kriechtriebe) aus. Wenn sie dir zu wanderfreudig wird, kannst du sie im Frühjahr einfach mit dem Spaten abstechen.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr gelingt fast immer und ist die unkomplizierteste Methode.
Winterpflege: Schneide die vertrockneten Stängel erst im Februar zurück, damit Insekten darin überwintern können.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist der Echte Beinwell (Symphytum officinale). Beide Arten schätzen nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch wunderbar, da sie unterschiedliche Bestäuber anziehen.
Die Liebliche Minze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und wird in unseren Breiten als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Sie zeichnet sich durch den typischen vierkantigen Stängel und kreuzgegenständige Blätter aus. In Deutschland ist sie bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste zu finden, da ihre natürlichen Standorte schwinden. Morphologisch besticht sie durch ihre dichten, ährenartigen Blütenstände, die aus vielen kleinen Einzelblüten bestehen und meist von Juni bis in den Spätsommer erscheinen.
1 Video zu Liebliche Minze

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →