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Mittlerer
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Wer den Mittleren Wasserschlauch (Utricularia intermedia) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Auffällig sind seine leuchtend gelben Blüten, die wie kleine Orchideen an langen Stielen über die Wasseroberfläche ragen, während der Rest der Pflanze im Wasser schwebt. In deinem Naturgarten ist er ein faszinierender Spezialist für den Moorteich, da er als Fleischfresser Kleinstlebewesen wie Mückenlarven kontrolliert und so das biologische Gleichgewicht unterstützt. Auch wenn uns für diese seltene Art noch keine spezifischen Daten zu profitierenden Insekten vorliegen, bereichert er die aquatische Vielfalt enorm. Wenn du ein Faible für botanische Besonderheiten hast, ist dieser Überlebenskünstler genau das Richtige für dich.
Smarter Jäger im Moorteich: Der gelbe Wasserschlauch fängt Mückenlarven.
Als fleischfressende Wasserpflanze besetzt der Mittlere Wasserschlauch eine wichtige ökologische Nische in deinem Gartenökosystem. Er reguliert die Populationen von Wasserflöhen und Mückenlarven, was die Wasserqualität stabilisiert und Plagen eindämmt. Da er eine Verbindung mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen eingeht, stärkt er das komplexe Geflecht aus Boden- und Wasserorganismen. Auch wenn konkrete Bestäuberdaten in unseren Beständen noch fehlen, bieten seine Blüten Nektar für spezialisierte Fluginsekten der Moorlandschaften. Er ist ein wichtiger Indikator für intakte, nährstoffarme Lebensräume und fördert so indirekt die Ansiedlung seltener Begleitarten. Mit ihm schützt du ein Stück bedrohte heimische Natur.
Der Mittlere Wasserschlauch wird als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund seiner speziellen Biologie als fleischfressende Pflanze und seiner Seltenheit sollte darauf geachtet werden, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Im Falle eines versehentlichen Verschluckens ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Der Mittlere Wasserschlauch gehört zur Familie der Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Schlenken (wassergefüllte Vertiefungen in Mooren) und nährstoffarme Moorweiher. Morphologisch ist er hochspezialisiert: Er besitzt grüne Triebe für die Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht) und farblose Triebe im Schlamm, die mit Fangblasen ausgestattet sind. Eine Besonderheit ist die Bindung an Arbuskuläre Mykorrhizapilze (eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), was für Wasserpflanzen ungewöhnlich ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.