Bild folgtKI-generierte IllustrationMolinia caerulea agg.
Artengruppe
4
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An den knotenlosen Halmen und den oft violett überhauchten Blütenrispen lässt sich das Gewöhnliche Pfeifengras (Molinia caerulea agg.) sofort erkennen. Dieses heimische Gras ist ein wertvoller Baustein für deinen Naturgarten, da es als wichtige Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge dient. So profitieren etwa die Raupen des Graubindigen Mohrenfalters (Minois dryas) oder des Zimtbären (Phragmatobia fuliginosa) von seinen Blättern. Wenn du einen eher mageren Gartenboden hast, triffst du mit diesem Charakterkopf eine ausgezeichnete Wahl für mehr Struktur und heimische Vielfalt.
Wichtige Kinderstube für den Zimtbären und grazile Struktur für magere Böden.
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Dieses Gras ist eine unverzichtbare Kinderstube für verschiedene Falterarten. Nach aktuellen Beobachtungsdaten nutzen die Raupen des Graubindigen Mohrenfalters (Minois dryas) und des Zimtbären (Phragmatobia fuliginosa) die Blätter als Nahrung. Auch der Helle Dickkopffalter (Thymelicus lineola) ist auf Bestände dieser Art angewiesen. Da Gräser keinen Nektar produzieren, liegt ihr ökologischer Wert primär in der Funktion als Raupenfutterpflanze und Überwinterungsquartier. Die stehengelassenen Halme bieten im Winter Schutz für zahlreiche Kleinstlebewesen.
Das Gewöhnliche Pfeifengras wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb im Garten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten. Die Halme sind ungiftig, können aber bei unvorsichtiger Handhabung scharfe Kanten aufweisen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.94 m
Wähle einen Standort im Halbschatten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein.
Achte auf mageres Substrat, da das Gras ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Pflanze das Gras im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Da es in Horsten (dichten Büscheln) wächst, ist keine Wurzelsperre nötig.
Ein Rückschnitt der alten Halme erfolgt am besten im späten Februar.
Vermeide Düngergaben, da zu viele Nährstoffe das natürliche Wuchsbild stören.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr möglich.
Gute Partnerin: Der Teufelsabbiss (Succisa pratensis) – beide teilen die Vorliebe für frische, magere Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Gewöhnliche Pfeifengras gehört zu den indigenen (einheimischen) Gräsern unserer Region und ist laut Roter Liste nicht gefährdet. Es besiedelt typischerweise Standorte im Halbschatten auf frischen (mäßig feuchten) und mageren Böden. Eine botanische Besonderheit ist die Symbiose mit Arbuscular Mykorrhiza (AM), einer Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, welche die Nährstoffaufnahme verbessert. Die Pflanze wächst in kompakten Horsten (dichten Büscheln) und bildet keine Ausläufer.
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →