Bild folgtKI-generierte IllustrationMyosotis ramosissima
Auch bekannt als: Raues Vergissmeinnicht, Rauhes Vergissmeinnicht
10
Arten
interagieren
20
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Hügel-Vergissmeinnicht (Myosotis ramosissima) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die winzigen, hellblauen Blüten sitzen an Stielen, die sich an der Spitze wie ein kleiner Skorpionschwanz einrollen. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) gehört es fest in unsere Natur. Es ist eine wertvolle Bereicherung für trockene Gartenbereiche, da es als eine der wenigen Arten mit kargen Bedingungen perfekt zurechtkommt. Besonders die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) profitiert von seinem Nektarangebot. Wenn du einen sandigen oder steinigen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Art einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten.
Zierlicher Überlebenskünstler für Magerrasen und wichtige Weide der Waldhummel.
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In der ökologischen Vernetzung spielt das Hügel-Vergissmeinnicht eine gezielte Rolle für spezialisierte Bestäuber. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist es eine wichtige Futterpflanze für die Waldhummel (Bombus sylvarum). Da es auf trockenen Magerstandorten wächst, schließt es eine wichtige Lücke im Nahrungsnetz dieser kargen Lebensräume. In der Zeit von Mai bis Juli stellt es Nektar und Pollen bereit, wenn viele andere Pflanzen auf extrem trockenen Böden noch nicht blühen. Es fördert damit die Biodiversität in Gartenbereichen, die sonst oft kahl bleiben würden.
Das Hügel-Vergissmeinnicht ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele Raublattgewächse kann es Inhaltsstoffe enthalten, die bei Verzehr ungesund sind. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, dennoch solltest du darauf achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund stecken.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Wähle einen Standort in voller Sonne, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Der Boden sollte trocken und nährstoffarm sein, da sie ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Ideal sind sandige Böden oder trockene Steingärten.
Die Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden gut durchlässig ist, um Staunässe zu vermeiden.
Düngen ist nicht erforderlich und würde die Pflanze eher verdrängen.
Die Vermehrung erfolgt meist von selbst durch Aussaat, wenn man die Samenstände ausreifen lässt.
Eine Mykorrhiza-Verbindung vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) unterstützt die Pflanze bei der Nährstoffaufnahme.
Gute Partnerin: Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella) – beide teilen die Vorliebe für extrem magere, sonnige Standorte und bilden einen dichten Teppich gegen Erosion.
Das Hügel-Vergissmeinnicht gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) innerhalb der Ordnung der Raublattartigen (Boraginales). Es ist in weiten Teilen Mitteleuropas, einschließlich Deutschland, Österreich und der Schweiz, auf trockenem Magerrasen heimisch. Die Pflanze wächst ein- oder zweijährig und erreicht meist nur eine Höhe von 5 bis 20 Zentimetern. Typisch sind die behaarten Blätter und die kleinen, trichterförmigen Blüten mit einem Durchmesser von nur zwei bis drei Millimetern. Es besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen).
9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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