Bild folgtKI-generierte IllustrationNarthecium ossifragum
Auch bekannt als: Moorlilie, Beinbrech
15
Arten
interagieren
20
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Moor-Ährenlilie durch ihre leuchtend gelben, sternförmigen Blütenstände auf, die wie kleine Fackeln aus dem Grün ragen. Als Bewohnerin seltener Moore und Feuchtheiden ist sie ein wertvoller Spezialist, der in unseren Gärten oft keinen Platz mehr findet. Dabei ist sie eine wichtige Tankstelle für die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) und bietet dem gefährdeten Argusbläuling (Plebejus argus) eine wertvolle Nahrungsquelle. Mit ihrer Hilfe unterstützt du aktiv den Erhalt einer Art, die auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird. Wenn du eine feuchte Ecke mit saurem Boden hast, ist sie die perfekte Wahl für dich.
Ein leuchtendes Juwel für dein Moorbeet: Schützt den seltenen Argusbläuling.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Moor-Ährenlilie eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Insekten. Zu den Besuchern zählen die Honigbiene (Apis mellifera) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum), die den Pollen und Nektar nutzen. Besonders wertvoll ist sie für Schmetterlinge wie den Argusbläuling (Plebejus argus). Auch die Raupen der Rotbraunen Frühlings-Bodeneule nutzen die Pflanze als Futterquelle. Sogar die Rote Gartenameise (Myrmica rubra) ist regelmäßig an den Blüten zu finden. Da die Samen mit nur 0.0805 mg extrem leicht sind, werden sie über weite Strecken vom Wind getragen, was die Wiederbesiedlung neuer Lebensräume ermöglicht.
Die Moor-Ährenlilie gilt als nicht kindersicher und sollte daher mit Vorsicht im Garten platziert werden. Da sie für bestimmte Weidetiere giftig sein kann, ist auch im Hausgarten bei Haustieren Achtsamkeit geboten. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.177 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), damit sie ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Boden: Der Untergrund muss sauer (Reaktion 2) und extrem nährstoffarm (Schwachzehrer) sein.
Feuchtigkeit: Halte den Boden dauerhaft nass (Feuchtewert 9); sie verträgt sogar zeitweise Staunässe im Moorbeet.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange kein Frost herrscht.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da zusätzliche Nährstoffe der Pflanze schaden.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich über sehr leichte Samen (0.0805 mg) durch den Wind oder Fernausbreitung.
Winterpflege: Die verblühten Stängel kannst du über den Winter stehen lassen, um die natürliche Selbstaussaat zu fördern.
Gute Partnerin: Die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) – sie teilt die Vorliebe für saure, nasse Standorte und ergänzt das Beet ökologisch perfekt.
Die Moor-Ährenlilie (Narthecium ossifragum) gehört zur Familie der Ährenliliengewächse (Nartheciaceae) und ist in Westeuropa sowie Teilen Mitteleuropas indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind Hochmoore und nasse Anmoore, also Standorte, die durch extreme Nährstoffarmut und dauerhafte Feuchtigkeit geprägt sind. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0.18 m und bildet schwertförmige Blätter aus, die an kleine Schwertlilien erinnern. Botanisch interessant ist ihre Anpassung an saure Milieus (Reaktion 2), was sie zu einer Zeigerpflanze für intakte Moorökosysteme macht.
10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →