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Familie: Pentatomidae
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Wenn Dir im Gemüsegarten eine leuchtend grüne Wanze begegnet, ist es häufig die Grüne Stinkwanze – wissenschaftlich Nezara viridula. Sie gehört zu den Baumwanzen (Pentatomidae), einer Familie der Wanzen, die viele Arten umfasst, die bei Störung ein übelriechendes Sekret abgeben. Die Tiere sind etwa 12 bis 15 Millimeter lang, einfarbig grün gefärbt und haben einen breiten, leicht gewölbten Körper. Im Herbst können sie sich bräunlich oder rötlich verfärben. Nezara viridula stammt ursprünglich aus wärmeren Regionen und ist bei uns nicht heimisch. Sie tritt vor allem in klimatisch begünstigten Lagen auf und saugt an den Früchten und Blättern verschiedener Gemüse- und Zierpflanzen. Im naturnahen Garten begegnet man ihr gelegentlich an Tomaten, Bohnen oder Paprika. Da sie keine besonderen Ansprüche an ihren Lebensraum stellt, ist sie eher Zufallsgast als fester Bestandteil der heimischen Fauna. Beobachte sie ruhig – ein dauerhaftes Ansiedeln ist nicht erstrebenswert, weil sie als Neozoon (eingeschleppte, nicht heimische Tierart) gilt und einheimische Arten verdrängen könnte.
Die Grüne Stinkwanze überwintert als erwachsenes Tier in geschützten Verstecken – unter Rinde, in Laubhaufen, an Hauswänden oder in Schuppen. Sobald es im Frühjahr warm wird, werden die Tiere aktiv und suchen nach Nahrung. Nach der Paarung legen die Weibchen im Frühsommer ihre Eier in kleinen, geordneten Gelegen an die Blattunterseiten von Wirtspflanzen. Aus den Eiern schlüpfen nach ein bis zwei Wochen die Larven, die als Nymphen bezeichnet werden. Diese durchlaufen mehrere Stadien, die sich durch Häutungen voneinander trennen. Anfangs sind die Nymphen bunt gefärbt – oft schwarz mit hellen Flecken – und ähneln den erwachsenen Tieren noch kaum. Im Laufe des Sommers wachsen sie heran und häuten sich mehrfach bis zur erwachsenen Wanze. In warmen Regionen oder nach sehr milden Sommern kann eine zweite Generation entstehen; in kühleren Lagen bleibt es meist bei einer. Die neuen Erwachsenen suchen im Herbst ein Winterquartier auf. Damit schließt sich der Jahreszyklus.
Die Grüne Stinkwanze ist für Menschen völlig harmlos. Sie sticht oder beißt nicht. Wenn Du sie anfasst oder bedrängst, gibt sie aus Drüsen an der Brust ein stark riechendes Sekret ab. Dieser Geruch ist unangenehm, aber ungefährlich. Vermeide es, die Tiere zu zerdrücken, weil der Geruch lange an Haut und Kleidung haften bleibt. Da Nezara viridula bei uns nicht heimisch ist und als Neozoon (eingeschleppte, nicht heimische Tierart) gilt, solltest Du sie nicht aktiv fördern – etwa durch das Pflanzen ihrer bevorzugten Wirtspflanzen. Im Garten reicht es, sie einfach zu beobachten. Eine gezielte Bekämpfung mit chemischen Mitteln ist weder sinnvoll noch nötig, da die Art in unseren Breiten meist nur vereinzelt auftritt und keine ernsthaften Schäden anrichtet. Natürliche Gegenspieler wie Raubwanzen, Vögel und parasitische Schlupfwespen regulieren ihre Bestände.
Art: Nezara viridula (Grüne Stinkwanze, auch Südliche Stinkwanze). Familie: Pentatomidae (Baumwanzen). Gattung: Nezara. Größe: Erwachsene Tiere messen etwa 12 bis 15 Millimeter. Färbung: Im Sommer einheitlich grün, im Herbst oft braunrot. Verbreitung: Ursprünglich im Mittelmeerraum und in den Subtropen beheimatet; heute weltweit verschleppt, in Mitteleuropa vor allem in warmen Regionen und Weinbaugebieten. Lebensraum: Wärmeliebend, besiedelt offene, sonnige Strukturen, wie Gärten, Äcker und Ruderalflächen. Nahrung: Pflanzensauger an verschiedenen Gemüse- und Zierpflanzen; Larven und Erwachsene stechen mit ihrem Saugrüssel Blätter, Stängel und Früchte an. Systematik: Ordnung Schnabelkerfe (Hemiptera), Unterordnung Wanzen (Heteroptera), Familie Baumwanzen (Pentatomidae), Gattung Nezara.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 02.09.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.