Bild folgtKI-generierte IllustrationNymphoides peltata
Auch bekannt als: Seekanne, Europäische Seekanne, Teichenzian
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die kleinen, rundlichen Schwimmblätter und die leuchtend gelben, am Rand fein gefransten Blüten, die wie Miniatur-Seerosen auf der Wasseroberfläche tanzen. Wer diese zierliche Pflanze einmal im Teich hat, möchte sie nicht mehr missen, da sie als heimische Wildart eine wichtige ökologische Nische besetzt. Die Gewöhnliche Seekanne wird nur 0,17 m hoch und steht auf der Roten Liste (Stufe 3: gefährdet), weshalb deine Ansiedlung im Garten einen echten Beitrag zum Artenschutz leistet. Besonders die Honigbiene (Apis mellifera) profitiert im Hochsommer von dem reichhaltigen Nektarangebot mitten auf dem Wasser. Wenn du einen sonnigen Teichplatz mit nährstoffreichem Boden hast, ist sie die ideale Wahl für dich.
Gefährdete Schönheit: Die heimische Mini-Seerose für fleißige Honigbienen.
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In deinem Gartenökosystem übernimmt die Seekanne eine wichtige Funktion als Nahrungspflanze für verschiedene Tierarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine hervorragende Bienenweide, die besonders von der Honigbiene (Apis mellifera) intensiv angeflogen wird. Die gefransten Blütenblätter bieten den Insekten festen Halt bei der Nektaraufnahme. Auch für Wasservögel ist die Pflanze von Bedeutung: Die Blässgans (Fulica atra) nutzt sowohl die Blätter als auch die Samen als Futterquelle. Da die Pflanze in der freien Natur gefährdet ist (Rote Liste 3), fungiert dein Garten als wertvolles Trittsteinbiotop. Die Fernausbreitung der leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sorgt zudem für eine natürliche Vernetzung von Wasserlebensräumen.
Bitte beachte, dass die Gewöhnliche Seekanne als nicht kindersicher eingestuft wird. Dies liegt vor allem am Standort am offenen Wasser, der für Kleinkinder grundsätzlich ein Risiko darstellt; spezifische Vergiftungsfälle sind nicht dokumentiert, dennoch sollte kein Pflanzenteil verzehrt werden. Bei Unfällen oder Unsicherheiten wende dich an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.173 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Wassertiefe: Die Seekanne gedeiht am besten im Flachwasser bei einer Tiefe von 10 bis 40 Zentimetern.
Bodenbeschaffenheit: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, lehmigen Boden.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Einsetzen ist das Frühjahr (April bis Mai), damit sie vor dem Winter gut einwurzelt.
Pflanzabstand: Lasse etwa 50 Zentimeter Platz zu anderen Arten, da sie sich über Kriechtriebe ausbreitet.
Bodenreaktion: Sie bevorzugt basisches Wasser (kalkhaltig), was einem pH-Wert über 7 entspricht.
Pflege: Da die Samen mit 0,6052 mg sehr leicht sind, verbreitet sie sich auch durch Wind und Wasser; entferne zu dichte Bestände im Spätsommer.
Pflanzpartner: Eine gute Partnerin ist die Schwanenblume (Butomus umbellatus) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Standorte und ergänzt das Gelb der Seekanne durch rosa Blütenstände.
Die Gewöhnliche Seekanne gehört zur Familie der Fieberkleegewächse (Menyanthaceae) und ist eine indigene (einheimische) Wasserpflanze in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst nährstoffreiche Stillgewässer und Altarme, in denen sie als Krautige Pflanze (nicht verholzend) im Schlamm wurzelt. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ihre herz-nierenförmigen, breitblättrigen Schwimmblätter aus, die eine Fläche von etwa 8694,63 mm² erreichen können. Trotz ihrer Ähnlichkeit mit Seerosen ist sie botanisch näher mit dem Enzian verwandt, was man an der speziellen Blütenstruktur erkennt.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →