Bild folgtKI-generierte IllustrationOdiellus spinosus (Bosc, 1792)
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Der Große Sattelkanker (Odiellus spinosus) fällt sofort durch die dunkle, sattelförmige Zeichnung auf seinem Rücken auf, die an einen Reitsattel erinnert. Als Weberknecht gehört er zur Gruppe der Spinnentiere, fängt seine Beute jedoch nicht mit Netzen, sondern überwältigt sie aktiv am Boden. Du findest diesen nützlichen Gartenbewohner oft in der Krautschicht (niedriger Pflanzenbewuchs) oder unter schützendem Totholz (abgestorbenes Holz). Sein Körper ist gedrungen und weist charakteristische Dornen auf, was ihn von vielen anderen Kankern (Weberknechten) unterscheidet. Bei der Ernährung zeigt er sich vielseitig und vertilgt als Allesfresser sowohl kleine Insekten als auch organische Reste. In Deinem Garten besucht er die Kanadische Goldrute, um dort nach Nahrung zu suchen. Er nimmt eine wichtige Rolle als Gesundheitspolizei ein, da er tote Kleintiere verwertet und so den Nährstoffkreislauf unterstützt. Für Dich als Gärtner ist er ein wertvoller Gehilfe bei der natürlichen Regulation kleiner Schädlinge. Um ihn zu fördern, solltest Du Laub und Reisigstapel als Unterschlupf in ruhigen Gartenecken belassen. Der Verzicht auf chemische Mittel zur Insektenbekämpfung hilft dabei, die Bestände dieses heimischen Tieres langfristig zu sichern.
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Dieser Weberknecht ist für Menschen absolut harmlos und besitzt keine Giftdrüsen, die uns gefährlich werden könnten. Er steht nicht unter gesondertem Artenschutz, ist jedoch ein nützlicher Bestandteil der Artenvielfalt in Deinem Garten. Du kannst ihn ohne Bedenken beobachten und gewähren lassen.
Der Große Sattelkanker (Odiellus spinosus) ist eine Art aus der Ordnung der Opiliones (Weberknechte) innerhalb der Familie Phalangiidae. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien, wobei er bevorzugt offene Landschaften und Gärten besiedelt. Die Gattung Odiellus zeichnet sich durch einen robusten Körperbau und eine dornige Bewehrung des Vorderkörpers aus. Als heimische Art ist er bestens an die klimatischen Bedingungen Mitteleuropas angepasst und trägt zur Stabilität der lokalen Tierwelt bei.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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