Bild folgtKI-generierte IllustrationOdontites litoralis subsp. litoralis
Auch bekannt als: Odontites litoralis subsp. litoralis
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Du erkennst den Salz-Zahntrost an seinen einseitswendigen, rötlich-violetten Blütenähren, bei denen alle Blüten fast wie die Zähne eines Kammes in eine Richtung zeigen. Diese zierliche Pflanze ist ein Juwel für den Naturschutz, da sie auf der Roten Liste (Kategorie 2) steht und somit stark gefährdet ist. Für spezialisierte Schmetterlinge wie den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) oder den Westlichen Scheckenfalter (Melitaea celadussa) ist sie eine unverzichtbare Nektarquelle. Wenn du einen feuchten, eher nährstoffarmen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser seltenen Art einen echten Beitrag zum Erhalt unserer Artenvielfalt leisten.
Seltener Küstenschatz: Ein Rettungsanker für bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Salz-Zahntrost eine essenzielle Futterpflanze für hochgradig gefährdete Tagfalter. Zu den Hauptprofiteuren zählen der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina), der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea britomartis). Da die Pflanze indigen (einheimisch) ist und spezifische ökologische Nischen besetzt, ist sie ein wichtiger Baustein für die Stabilität lokaler Ökosysteme. Da sie auf der Roten Liste 2 steht, bedeutet jedes Exemplar in deinem Garten eine aktive Unterstützung für das Überleben dieser bedrohten Flora und der damit verbundenen Insektenwelt.
Der Salz-Zahntrost wird als nicht kindersicher eingestuft. Es handelt sich zwar nicht um eine hochgiftige Pflanze, aber wie viele Sommerwurzgewächse enthält er Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Du solltest ihn daher so platzieren, dass kleine Kinder nicht in Versuchung geraten, Pflanzenteile in den Mund zu nehmen.
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Damit der Salz-Zahntrost bei dir gedeiht, braucht er einen sonnigen Standort auf feuchtem, kalkhaltigem Boden. Da er ein Halbschmarotzer ist, benötigt er zwingend Gräser als Wirtspflanzen, um mit seinen Saugorganen (Haustorien) Nährstoffe zu zapfen.
Boden: Magere, feuchte Erde, gerne mit einem gewissen Salzgehalt, aber das ist im Garten kein Muss.
Aussaat: Säe die Samen von März bis Mai direkt an Ort und Stelle aus, idealerweise in eine bestehende, lückige Grasnarbe.
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig feucht, Staunässe wird gut vertragen.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da die Pflanze als Magerkeitszeiger (Pflanze für nährstoffarme Böden) sonst von Gräsern überwachsen wird.
Vermehrung: Er ist einjährig und sorgt durch Selbstaussaat für den Bestand im nächsten Jahr, sofern du die Samenstände bis zum Herbst stehen lässt.
Kombination: Ein idealer Partner ist die Strand-Grasnelke (Armeria maritima) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, magere Standorte und kommen gemeinsam in natürlichen Küstengesellschaften vor.
Der Salz-Zahntrost (Odontites litoralis subsp. litoralis) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Er ist in den Küstenregionen von Nord- und Ostsee sowie an salzhaltigen Standorten im Binnenland verbreitet. Morphologisch zeichnet er sich durch seinen niedrigen, oft verzweigten Wuchs und die gegenständigen, schmalen Blätter aus. Als Halbschmarotzer (Pflanze, die Photosynthese betreibt, aber Wasser und Nährsalze von Wirten stiehlt) ist er physiologisch eng an Gräser in seiner Umgebung gebunden.
1 Video zu Salz-Zahntrost

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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