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Oenothera suaveolens
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Auch bekannt als: Oenothera suaveolens
Kaum zu übersehen: Die Duftende Nachtkerze (Oenothera suaveolens) öffnet ihre großen, hellgelben Blüten erst in der Abenddämmerung und verströmt dann ein intensives Aroma. Für deinen Naturgarten ist sie wertvoll, weil sie eine Brücke in die Nacht schlägt und Lebensraum für spezialisierte Nachtfalter bietet, die von vielen anderen Gartenpflanzen nicht bedient werden. Als zweijährige Pflanze bringt sie eine schöne Dynamik in deine Beete, da sie ihren Standort durch Selbstaussaat leicht verändert. Wenn du einen sonnigen Platz hast und dich abends gerne im Garten aufhältst, wirst du an diesem nächtlichen Naturschauspiel große Freude haben.
Nachtschicht für Bestäuber: Die leuchtende Futterquelle für die späten Stunden.
Die ökologische Bedeutung dieser Art liegt vor allem in ihrem zeitlich versetzten Blühverhalten. Während die meisten Pflanzen tagsüber Bestäuber anlocken, öffnet die Duftende Nachtkerze ihre Blüten, wenn die Dämmerung einsetzt. Damit bedient sie gezielt Nachtfalter, die auf diese späten Energiequellen angewiesen sind. Da die Blüten oft bis in den nächsten Vormittag hinein offen bleiben, profitieren auch früh fliegende Wildbienen von dem restlichen Nektarangebot. Im Winter bieten die verblühten, holzigen Stängel wertvolle Strukturen für Insekten, die in hohlen Pflanzenresten überwintern. Als wärmeliebende Art (Temperaturzahl 7) kommt sie zudem gut mit den zunehmend heißen Sommern zurecht.
Die Duftende Nachtkerze wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Teile der Pflanze verzehren oder in den Mund nehmen. Im Falle eines Verdachts auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Die Duftende Nachtkerze gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) innerhalb der Ordnung der Myrtenartigen. In Deutschland und Österreich gilt sie als etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Pflanzenart), der sich in der hiesigen Flora fest integriert hat. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst meist sonnige, wärmebegünstigte Standorte auf mäßig nährstoffreichen Böden. Botanisch zeichnet sie sich durch ihre wechselständigen Blätter und die typische Pfahlwurzel aus, die es ihr ermöglicht, auch in kompakten Böden Fuß zu fassen.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.