Bild folgtKI-generierte IllustrationOrobanche salviae
Auch bekannt als: Orobanche salviae
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihrem schuppigen, bräunlich-gelben Stängel ohne ein einziges grünes Blatt lässt sich die Salbei-Sommerwurz sofort erkennen. Diese faszinierende Pflanze lebt als Vollschmarotzer und bezieht ihre gesamte Energie von einer Wirtspflanze, statt selbst Photosynthese zu betreiben. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie spezialisierte Schmetterlinge wie den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) anzieht. Mit einer Höhe von exakt 0.31 m ist sie eine eher unauffällige, aber für Kenner höchst wertvolle Rarität. Wenn du dieses seltene Gewächs bei dir entdeckst oder ansiedelst, trägst du aktiv zum Erhalt einer stark gefährdeten Art bei.
Seltener Überlebenskünstler: Ein 0.31 m hohes Wunderwerk für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Salbei-Sommerwurz eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Falterarten. Besonders der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina), der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea britomartis) fliegen die Blüten gezielt an. Da die Pflanze aufgrund ihrer Seltenheit auf der Roten Liste (Stufe 2) steht, ist jeder Standort ein wertvoller Beitrag zum regionalen Artenschutz. Sie zeigt ein funktionierendes, komplexes Bodenökosystem an, da sie eine enge Bindung an ihre Wirtspflanzen und spezifische Bodenpilze (AM-Mykorrhiza) pflegt. Ihre staubfeinen Samen werden im Spätsommer durch den Wind verbreitet.
Die Salbei-Sommerwurz wird als nicht kindersicher eingestuft, da sie Inhaltsstoffe enthalten kann, die bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Ein achtsamer Umgang schützt sowohl deine Familie als auch diese seltene und schützenswerte Art.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.307 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen schattigen Platz im Garten (Lichtwert 4), an dem der Boden gleichmäßig kühl bleibt.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte (Feuchtewert 5) ohne Staunässe, damit die Wurzeln gesund bleiben.
Der Boden sollte nährstoffreich und fett sein (Mittelzehrer bis Starkzehrer), idealerweise mit einem hohen Kalkgehalt (Reaktion 7).
Pflanzzeit: Setze die notwendigen Wirtspflanzen bevorzugt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei offenem Boden.
Da die Sommerwurz als Parasit auf Gedeih und Verderb auf ihren Wirt angewiesen ist, darf dieser nicht entfernt werden.
Verzichte auf Dünger direkt an der Pflanze, da dies das natürliche Gleichgewicht mit dem Wirt stören kann.
Gute Partnerin: Wiesensalbei (Salvia pratensis) – er dient als lebensnotwendige Wirtspflanze, an deren Wurzeln die Sommerwurz für ihre Versorgung andockt.
Die Salbei-Sommerwurz (Orobanche salviae) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als holoparasitische Pflanze entzieht sie ihrem Wirt alle Nährstoffe, weshalb sie kein Blattgrün besitzt. Ihr natürlicher Lebensraum sind schattige, frische Standorte auf kalkhaltigen, basenreichen Böden. Mit einer Wuchshöhe von 0.31 m und ihrem unverzweigten, schuppigen Wuchs ist sie morphologisch einzigartig und an ihre parasitische Lebensweise perfekt angepasst.
3 Videos zu Salbei-Sommerwurz



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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