Bild folgtKI-generierte IllustrationPapaver cambricum
Auch bekannt als: Papaver cambricum
12
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
An ihren zitronengelben Schalenblüten lässt sich der Wald-Mohn (Papaver cambricum) sofort erkennen. Er ist die ideale Besetzung für die schattigen und halbschattigen Winkel deines Gartens, in denen er als ausdauernde, krautige Pflanze charmante Akzente setzt. Da er Pollen in einer Zeit liefert, in der Waldrandspezialisten aktiv sind, profitieren insbesondere die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) von ihm. Auch für den Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne) stellt er eine wertvolle Anlaufstelle dar. Wenn du einen unkomplizierten Vagabunden suchst, der Lücken schließt, machst du mit ihm alles richtig.
Gelbe Leuchtkraft für den Schatten: Pollenquelle für die seltene Waldhummel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wald-Mohn eine wichtige Ressource für spezialisierte Insekten. Besonders Wildbienen wie die Hosenbiene (Dasypoda) und die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) suchen die Blüten gezielt auf. Auch verschiedene Hummelarten, darunter die Baumhummel (Bombus hypnorum), die Erdhummel (Bombus terrestris agg.) und die gefährdete Waldhummel (Bombus sylvarum), nutzen das Angebot. Ein seltener Gast ist der Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne), der die Blüten zur Nektaraufnahme besucht. Die leichten Samen werden im Spätsommer durch den Wind verbreitet und tragen so zur natürlichen Dynamik im Gartenökosystem bei, ohne heimische Arten zu verdrängen.
Der Wald-Mohn ist als nicht kindersicher eingestuft, da alle Pflanzenteile Alkaloide enthalten, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte darauf, dass vor allem kleine Kinder keine Teile der Pflanze in den Mund nehmen. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.367 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten oder Schatten, idealerweise unter heimischen Sträuchern.
Der Boden sollte frisch und humos sein; vermeide verdichtete Erde, um die Mykorrhiza-Pilze zu fördern.
Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern kein Frost herrscht.
Halte einen Pflanzabstand von ca. 25 cm ein, damit sich die Blattrosetten ausbreiten können.
Eine Düngung ist meist unnötig; eine Gabe Laubkompost im Frühjahr unterstützt das Wachstum.
Lass verblühte Kapseln stehen, da sich die Pflanze über ihre 0,2075 mg leichten Samen selbst durch Wind verbreitet.
Ein Rückschnitt nach der Blüte im August kann einen erneuten Austrieb anregen.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris) – sie besiedelt ähnliche Standorte und blüht zeitlich leicht versetzt, was die Nektar-Saison verlängert.
Der Wald-Mohn (Papaver cambricum) gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich als etablierter Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst lichte Wälder und feuchte Felsfluren auf kalkarmem Untergrund. Eine Besonderheit ist seine Bindung an die arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Form der Pilzsymbiose, die der Pflanze hilft, Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,37 m und seinen charakteristischen, fiederschnittigen Blättern ist er morphologisch klar von anderen Mohnarten unterscheidbar.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →