Bild folgtKI-generierte IllustrationParthenocissus quinquefolia agg.
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer den Wilden Wein (Parthenocissus quinquefolia agg.) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren fünfzähligen, handförmig zusammengesetzten Blättern und dem kletternden Wuchs ist sie eine markante Erscheinung in unseren Gärten. Die Pflanze ist ein wertvoller Baustein für die heimische Artenvielfalt, da sie mit ihren Blüten Honigbienen (Apis mellifera) anzieht und später wichtige Nahrung für Vögel bietet. Besonders das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) profitiert von den Beeren im Herbst. Wenn du eine ökologisch wertvolle Begrünung suchst, die Tieren einen Lebensraum bietet, ist diese Pflanze genau das Richtige für dich.
Farbenfroher Kletterkünstler und wichtige Wintertankstelle für unsere Vögel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wilde Wein eine wichtige Energiequelle für die Honigbiene (Apis mellifera), die die Blüten regelmäßig besucht. Die ökologische Bedeutung setzt sich im Herbst und Winter fort, wenn die Früchte reifen. Die Beeren dienen als nahrhafte Futterquelle für Vögel wie das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) und die Schneeammer (Plectrophenax nivalis). Aufgrund des schweren Diasporengewichts (Gewicht der Ausbreitungseinheit wie Samen oder Früchte) von etwa 25 mg erfolgt die Verbreitung vor allem über kurze Distanzen oder durch die Vögel selbst. So unterstützt die Pflanze aktiv den Erhalt lokaler Tierpopulationen.
Der Wilde Wein ist als nicht kindersicher eingestuft. Bei Kontakt oder versehentlichem Verzehr solltest du vorsichtig sein. Im Falle eines Unfalls kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.149 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen Platz im Halbschatten, da die Pflanze mäßiges Licht bevorzugt (Ellenberg Licht 6).
Boden: Setze sie in normalen, frischen bis mäßig feuchten Boden (Ellenberg Feuchte 5).
Nährstoffe: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen nährstoffreichen Untergrund (Ellenberg Nährstoffe 7).
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Ellenberg Reaktion 7).
Wärmebedarf: Suche einen geschützten, wärmeliebenden Standort aus (Ellenberg Temperatur 7).
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung, dass die Pflanze eine Höhe von 1,15 m erreicht.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Einsetzen ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November), solange kein Frost herrscht.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an Kalk und Feuchtigkeit stellt und die vertikale Struktur ergänzt.
Der Wilde Wein gehört zur Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae) und ist in Deutschland heimisch. Als verholzte Kletterpflanze besiedelt er in der Natur wärmeliebende Standorte und kommt häufig an Waldrändern oder in Gebüschen vor. Er bevorzugt kalkhaltige Böden und gedeiht am besten unter frischen, nährstoffreichen Bedingungen. Ein morphologisches Merkmal sind die breitblättrigen Blätter, die durch ihre charakteristische Fünfzahl auffallen. Die Pflanze geht zudem eine Lebensgemeinschaft in Form einer AM (Arbuskuläre Mykorrhiza – eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →