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Familie: Pemphredonidae
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Wenn du im Garten kleine, tiefschwarze Grabwespen entdeckst, die geschäftig an alten Holzpfosten oder Brombeerstängeln entlanglaufen, begegnest du vielleicht Passaloecus eremita. Mit einer Körpergröße von etwa 6 bis 8 Millimetern sind sie eher unscheinbar. Was diese Wespen so interessant macht, ist ihre Lebensweise als sogenannte solitäre Grabwespen. Das bedeutet, sie leben nicht in einem Staat wie die uns bekannten Honigbienen oder soziale Wespen, sondern jedes Weibchen baut und versorgt sein eigenes Nest für den Nachwuchs völlig selbstständig. Sie nutzen dazu bereits vorhandene Hohlräume, etwa verlassene Gänge von Käferlarven im Totholz oder markhaltige Stängel. Um die Brutkammern abzudichten, nutzt das Weibchen Harz, das es an Bäumen sammelt.
Die Flugzeit von Passaloecus eremita erstreckt sich in unseren Breitengraden meist von Mai bis August. Nach der Paarung beginnt das Weibchen im Frühsommer mit der Suche nach geeigneten Nistplätzen. In den Röhren werden dann nacheinander mehrere Zellen angelegt, die jeweils mit gelähmten Blattläusen gefüllt und mit einem Ei versehen werden. Die Larven ernähren sich von dem Vorrat, verpuppen sich und überwintern meist als voll entwickelte Tiere in ihrer Schutzhülle innerhalb des Nestes, um im darauffolgenden Jahr wieder auszuschlüpfen.
Diese Grabwespen sind für uns Menschen vollkommen harmlos. Da sie solitär leben, gibt es kein Volk, das einen Bau verteidigen müsste – und damit auch keinen Grund für Aggressionen. Der Stachel ist bei diesen kleinen Tieren zudem kaum in der Lage, menschliche Haut zu durchdringen, und wird ausschließlich zur Jagd auf ihre Beute eingesetzt. Du kannst sie also ganz entspannt aus der Nähe beobachten, ohne Sorge vor Stichen haben zu müssen.
Passaloecus eremita gehört zur Familie der Pemphredonidae, den sogenannten Spilhelwespen oder auch Röhrengrabwespen. Ein besonderes Merkmal dieser Gattung ist die spezialisierte Ernährung ihrer Larven: Die Muttertiere jagen Blattläuse, die sie durch einen Stich lähmen und als lebenden Proviant in die Brutzellen einlagern. Diese ökologische Nische macht sie zu natürlichen Gegenspielern der Blattläuse. Die Tiere sind aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer Vorliebe für vorhandene Hohlräume spezialisierte Bewohner naturnaher Gärten, die auf stehendes Totholz oder markhaltige Stängel angewiesen sind.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.