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Familie: Crabronidae
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Wenn Du an einem warmen Sommertag eine kleine, schwarze Wespe beobachtest, die zielstrebig eine Bohrung in einem Holzblock anfliegt, könnte es sich um Passaloecus pictus handeln. Diese solitäre Grabwespe ist ein stiller Helfer im Garten, denn ihre Larven ernähren sich ausschließlich von Blattläusen. Das Weibchen trägt gelähmte Blattläuse in sein Nest ein, eine Proviantkammer für den Nachwuchs. Die Art nistet in vorhandenen Hohlräumen und verschließt die Brutzellen mit Harz, was ihr den deutschen Namen Harz-Grabwespe eingebracht hat. Sie ist klein, meist schwarz mit hellen Zeichnungen, und leicht zu übersehen, aber ihr Nutzen ist groß.
Der Jahreszyklus von Passaloecus pictus beginnt im Frühjahr, wenn die adulten Wespen schlüpfen. Nach der Paarung sucht das Weibchen einen geeigneten Hohlraum und beginnt mit dem Nestbau. Es trägt gelähmte Blattläuse ein, legt jeweils ein Ei auf die Proviantvorräte und verschließt die Zellen mit Harz. Die Larven entwickeln sich im Sommer, verpuppen sich und überwintern als Ruhelarve oder Puppe im geschützten Nest. Im nächsten Frühjahr schlüpft die neue Generation, und der Kreislauf beginnt von vorn.
Diese Grabwespe ist für Menschen völlig ungefährlich. Sie ist nicht aggressiv und sticht nur, wenn sie massiv bedrängt oder gequetscht wird. Ihr Stachel dient in erster Linie der Lähmung der Beute. Im Garten besteht kein Handlungsbedarf – im Gegenteil, Du kannst die Art fördern, indem Du Totholz, markhaltige Stängel und Insektennisthilfen mit kleinen Bohrungen anbietest. Chemische Bekämpfungsmittel sind hier fehl am Platz, da sie auch diese nützliche Art schädigen würden.
Passaloecus pictus gehört zur Familie der Crabronidae (Grabwespen) und zur Gattung Passaloecus. Die Tiere sind solitär lebende Insekten, das heißt, jedes Weibchen baut und versorgt sein eigenes Nest ohne Staat. Die Art ist klein und schlank gebaut. Charakteristisch für die Gattung ist die Verwendung von Pflanzenharz zum Bau der Zellwände und des Nestverschlusses. Die Weibchen jagen Blattläuse, die sie mit einem Stich lähmen und als Larvennahrung eintragen. Bevorzugte Nistplätze sind vorhandene Hohlräume in Totholz, markhaltigen Stängeln oder Insektennisthilfen. Passaloecus pictus ist in Mitteleuropa heimisch und in strukturreichen Gärten regelmäßig anzutreffen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 01.09.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.