Bild folgtKI-generierte IllustrationPedicularis rostratocapitata subsp. rostratocapitata
Auch bekannt als: Pedicularis rostratocapitata subsp. rostratocapitata
3
Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer das Kopfige Läusekraut einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen kompakten, rötlich-purpurnen Blütenständen, die kaum 0.08 m über den Boden ragen, wirkt es wie ein kleiner Schatz aus der Welt der Hochalpen. Für deinen Naturgarten ist diese Art besonders wertvoll, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine Lebensversicherung für spezialisierte Scheckenfalter wie den Silbrig-Scheckenfalter (Melitaea diamina) darstellt. Auch der seltene Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa) findet hier wertvollen Nektar. Wenn du einen sonnigen Steingarten oder ein Alpinum besitzt, kannst du mit dieser Pflanze aktiv zum Erhalt der alpinen Biodiversität beitragen. Trau dich ruhig an diese kleine Besonderheit heran – sie wird dich mit ihrem urwüchsigen Charme belohnen.
Alpine Kostbarkeit: 8 Zentimeter pure Lebenskraft für seltene Scheckenfalter.
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In deinem Garten übernimmt das Kopfige Läusekraut eine wichtige Rolle als Nektarquelle für spezialisierte Tagfalter. Zu den wichtigsten Besuchern zählen nach aktuellen Daten der Silbrig-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa). Auch der Ehrenpreis-Scheckenfalter (Melitaea britomartis) nutzt die Blüten als wertvolle Tankstelle in der kargen Gebirgslandschaft. Da die Pflanze indigen (einheimisch) ist, fügt sie sich perfekt in das heimische Ökosystem ein. Besonders in höheren Lagen oder in spezialisierten Steingärten bietet sie Insekten Nahrung, die auf andere Gartenpflanzen oft nicht ansprechen. Durch die Förderung solcher Spezialisten trägst du direkt zum Erhalt bedrohter Falterpopulationen bei.
Das Kopfige Läusekraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Da es zur Familie der Sommerwurzgewächse gehört, sollten Gartenbesitzer vorsorglich darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Vergleich zu anderen Vertretern dieser Familie ist das Gefahrenpotenzial zwar geringer, dennoch ist bei der Standortwahl im Familiengarten eine gewisse Umsicht ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.079 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Substrat sein, also sehr mager (nährstoffarm) und keinesfalls gedüngt.
Achte auf eine kalkhaltige Bodenreaktion (Reaktionswert 9); das Untermischen von Kalksplitt ist im Garten oft hilfreich.
Halte den Boden frisch (mäßig feucht), vermeide aber unbedingt Staunässe durch eine gute Drainage.
Die ideale Pflanzzeit ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Setze die Pflanze aufgrund ihrer geringen Wuchshöhe von nur 0.08 m an den Rand von Wegen oder in ein Alpinum.
Da sie nicht verholzt, ist kein Rückschnitt erforderlich; lass die Pflanze im Winter ungestört.
Gute Partnerin: Silberwurz (Dryas octopetala) – sie teilt die Vorliebe für kalkreiche, alpine Standorte und bildet einen schönen Teppich.
Das Kopfige Läusekraut (Pedicularis rostratocapitata subsp. rostratocapitata) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). In der Natur findet man es vor allem in den Gebirgslagen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, wo es kalkreiche Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) und Felsfluren besiedelt. Charakteristisch für diese krautige Pflanze ist die helmartige Oberlippe der Blüte, die in einen kurzen, schnabelartigen Fortsatz ausläuft. Als typische Art kalter, alpiner Standorte ist sie perfekt an raue Bedingungen angepasst. Sie geht zudem eine Symbiose in Form einer AM (Arbuskulären Mykorrhiza – eine nützliche Pilz-Wurzel-Verbindung) ein, was ihr beim Überleben auf kargen Böden hilft.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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