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Familie: Geometridae
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Stell dir vor, du sitzt an einem lauen Sommerabend auf der Terrasse und plötzlich gaukelt ein kleiner, bräunlicher Falter ums Licht. Es könnte der Gänsefuß-Blattspanner (Pelurga comitata) sein. Dieser Nachtfalter gehört zu den Spannern, einer Familie, deren Raupen sich mit einem typischen 'Spannen' fortbewegen, weil ihnen die vorderen Bauchbeinpaare fehlen. Der Falter ist unauffällig gefärbt, meist gelblichbraun bis rötlichbraun, mit einer dunklen Querbinde auf den Vorderflügeln. Du findest ihn vor allem dort, wo im Garten wilde Ecken mit Melde oder Gänsefuß wachsen dürfen – Pflanzen, die viele Gärtner als Unkraut ansehen. Dabei sind sie die Kinderstube für diesen hübschen, stillen Gast.
Der Gänsefuß-Blattspanner ist in Deutschland nicht besonders geschützt, aber wie alle heimischen Schmetterlinge ist er Teil des ökologischen Gleichgewichts. Du kannst ihn fördern, indem du auf chemische Pflanzenschutzmittel, Schneckenkorn und Herbizide verzichtest – sie treffen oft auch die Raupen und Falter. Stattdessen lohnt es sich, eine kleine wilde Ecke im Garten zuzulassen, in der Melde und Gänsefuß wachsen können. Wenn du Beete jätest, lass ruhig ein paar dieser Pflanzen stehen. Sie sind nicht nur Futter für die Raupen, sondern auch Nahrungsquelle für andere Insekten. Verwende torffreie Erde und dünge maßvoll, um die natürlichen Standorte zu erhalten. Ein intensiv gepflegter Rasen bietet diesem Spanner keinen Lebensraum; eine blütenreiche, ungemähte Teilfläche ist deutlich wertvoller.
Pelurga comitata gehört zur Familie der Spanner (Geometridae) und dort zur Unterfamilie der Larentiinae. Die Art ist in Deutschland weit verbreitet, wird aber oft übersehen, weil sie nachtaktiv ist und tagsüber gut getarnt an Stängeln oder zwischen Blättern ruht. Die Vorderflügel sind gelblichbraun bis rötlichbraun mit mehreren dunklen Querlinien; ein breiteres, dunkleres Mittelband ist charakteristisch. Die Hinterflügel sind heller. Die Raupen sind grünlich oder bräunlich und halten sich an den Futterpflanzen auf: Sie fressen vor allem an Gänsefußgewächsen wie Weißem Gänsefuß (Chenopodium album) und Melde (Atriplex). Durch ihre Färbung sind sie zwischen den Blättern kaum zu entdecken. Die Art bildet nur eine Generation im Jahr und ist auf nährstoffreiche, ungestörte Ruderalflächen (wilde Ecken, Wegränder, Brachflächen) angewiesen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 01.09.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.