Bild folgtKI-generierte IllustrationPeucedanum alsaticum subsp. alsaticum
Auch bekannt als: Peucedanum alsaticum subsp. alsaticum
17
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Elsässer Haarstrang sind seine filigranen, mehrfach gefiederten Blätter und die zarten, gelblich-weißen Doppeldolden (verzweigte Blütenstände), die wie kleine Schirme wirken. Da die Art in Deutschland gefährdet ist, leistest du mit ihr einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Besonders der prächtige Schwalbenschwanz (Papilio machaon) schätzt sie als wertvolle Raupenfutterpflanze und Nektarquelle. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz im Garten hast, ist dieser Doldenblütler eine wunderbare Wahl. Hol dir diesen seltenen Wildcharakter direkt in dein Beet und unterstütze aktiv die Artenvielfalt.
Edle Seltenheit: Die Kinderstube für den prächtigen Schwalbenschwanz.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Elsässer Haarstrang eine wichtige Tankstelle für Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae). Diese Nützlinge helfen dir im Garten bei der natürlichen Blattlausbekämpfung. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung für Ritterfalter: Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt die Pflanze gezielt zur Eiablage. Im Winter bieten die stehengelassenen Samenstände eine natürliche Futterquelle für Vögel. Durch seine Seltenheit (Rote Liste 3) ist er ein wertvoller Baustein für die Biotopvernetzung in Siedlungsgebieten.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da der Kontakt mit dem Pflanzensaft bei manchen Menschen phototoxische Reaktionen (Hautreizungen bei Sonnenlicht) hervorrufen kann. Trage beim Rückschnitt vorsichtshalber Handschuhe. Es besteht eine entfernte Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum), der jedoch rötlich gefleckte Stängel und einen unangenehmen Geruch aufweist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.79 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht und Wärme benötigt.
Der Boden sollte trocken und gut durchlässig sein; normale Gartenerde ohne Staunässe ist ideal.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt er keinen zusätzlichen Dünger.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, die Pflanze nach dem Setzen gut anzugießen, bis sie fest verwurzelt ist.
Da er eine Pfahlwurzel bildet, solltest du den Standort sorgfältig wählen, da er sich später schwer umpflanzen lässt.
Ein Rückschnitt der alten Stängel erfolgt erst im Spätwinter, um Insekten Quartiere zu bieten.
Die Vermehrung klappt gut über Aussaat im Herbst, da die Samen den Kältereiz des Winters zum Keimen brauchen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in ihrer ökologischen Funktion für Bestäuber.
Der Elsässer Haarstrang (Peucedanum alsaticum subsp. alsaticum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Mitteleuropa ein indigen (ursprünglich heimischer) vorkommender Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder einwanderte). Sein natürlicher Lebensraum umfasst trockene, warme Säume und Magerwiesen. Markant sind die rötlich überlaufenen, fein gerillten Stängel und die arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose mit Bodenpilzen, die die Nährstoffaufnahme verbessert. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 100 Zentimetern setzt er vertikale Akzente im Garten.
17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →