Noch kein Foto dieser Art verfügbar
Familie: Miridae
Die redaktionellen Texte dieses Profils wurden mithilfe von KI auf Grundlage der unten genannten wissenschaftlichen Daten und Quellen erstellt.
Wenn Sie im Spätsommer eine schlanke, bräunlich-graue Wanze an Eichen oder im Unterholz entdecken, könnte es Phytocoris intricatus sein. Die Weichwanze (Miridae) ist ein stiller Mitbewohner naturnaher Gärten und gehört zu den Nützlingen, weil sie vor allem kleine Insekten erbeutet. Ihre Tarnung ist ausgezeichnet: Die unregelmäßig gefleckten, teils durchscheinenden Vorderflügel lassen sie auf Rinde fast verschwinden. Beobachten Sie sie am Abend, denn die Tiere sind überwiegend nachtaktiv. Für den Menschen ist sie völlig harmlos.
Die erwachsenen Tiere erscheinen je nach Region ab Juni und sind bis in den September hinein aktiv. Sie haben eine Generation pro Jahr. Die Überwinterung erfolgt im Eistadium, meist in Rindenritzen oder an Knospen der Wirtspflanzen. Im Frühjahr schlüpfen die Larven (Nymphen), die bereits ähnlich wie die Erwachsenen aussehen, aber noch keine voll entwickelten Flügel besitzen. Sie durchlaufen mehrere Häutungen, bevor sie im Sommer zu ausgewachsenen Wanzen werden. Die Paarung findet im Hochsommer statt, danach legen die Weibchen die Eier ab. Ein Teil der adulten Tiere kann bis in den Herbst überleben.
Phytocoris intricatus ist für Menschen ungefährlich. Sie sticht nicht, saugt kein Blut und gilt nicht als Schädling. Da die Art zu den Nützlingen zählt, ist keine Bekämpfung nötig – im Gegenteil: Sie profitiert von strukturreichen Gärten mit heimischen Laubgehölzen. Verzichten Sie auf Insektizide, denn diese schaden auch den räuberischen Wanzen. Wenn Sie die Tiere fördern möchten, lassen Sie Eichen und andere heimische Bäume stehen und erhalten Sie Totholz und ungestörte Rückzugsbereiche.
Phytocoris intricatus gehört zur Familie der Weichwanzen (Miridae), der artenreichsten Wanzenfamilie Mitteleuropas. Der wissenschaftliche Name bedeutet so viel wie 'Pflanzenwanze mit verworrener Zeichnung' – ein Hinweis auf die komplizierte Musterung. Die Art erreicht eine Körperlänge von etwa 7 bis 9 Millimetern. Die Grundfarbe ist graubraun, oft mit rötlichen und dunklen Sprenkeln. Die Fühler sind lang und dünn, die Beine auffallend lang und mit dunklen Ringen versehen. Charakteristisch sind die halb verhärteten Vorderflügel (Hemielytren), deren hinterer Teil häutig ist. Die Tiere leben bevorzugt an Laubgehölzen, besonders an Eichen, aber auch an anderen Bäumen und Sträuchern in naturnahen Hecken und Waldrändern. Sie sind gute Kletterer und jagen dort kleine Insekten und Spinnentiere, saugen aber gelegentlich auch an Pflanzenteilen. Phytocoris intricatus ist in weiten Teilen Europas verbreitet und in Deutschland nicht gefährdet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 02.09.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.