Bild folgtKI-generierte IllustrationPhytoptus avellanae Nalepa, 1889
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Auffälligstes Merkmal der Hasel-Gallmilbe (Phytoptus avellanae) sind die stark vergrößerten, rundlich angeschwollenen Knospen, die im Volksmund oft als Rundknospen bezeichnet werden. In diesen Gallen (durch Parasiten verursachte Gewebewucherungen) leben winzige, mit bloßem Auge kaum erkennbare Milben. Du wirst feststellen, dass diese Tiere ihre gesamte Entwicklung innerhalb dieser geschützten Räume verbringen. Dort ernähren sie sich vom Pflanzensaft, indem sie die inneren Zellen der Knospen anstechen. Als ökologische Spezialisten bieten sie wiederum eine wichtige Nahrungsquelle für räuberische Insekten oder andere Milbenarten in Deinem Garten. Ein Eingreifen ist meist nicht nötig, da die Vitalität der Gehölze wie der Gewöhnlichen Hasel kaum beeinträchtigt wird. Wenn Du die Artenvielfalt fördern möchtest, toleriere diese natürlichen Mitbewohner einfach. Die Milbe ist ein fester Bestandteil unseres heimischen Ökosystems. Solltest Du dennoch etwas unternehmen wollen, reicht das einfache Ausbrechen der betroffenen Knospen im Spätwinter vollkommen aus. So verhinderst Du die Ausbreitung auf neue Triebe im kommenden Jahr.
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Die Hasel-Gallmilbe ist für Menschen und Haustiere vollkommen harmlos. Sie steht nicht unter besonderem Artenschutz, stellt aber auch keine ernste Bedrohung für Deine Gartenpflanzen dar. Ein Einsatz von Giften ist daher weder notwendig noch ökologisch ratsam.
Diese Art gehört zur Familie der Phytoptidae (Gallmilben) und ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien heimisch. Ihre Lebensweise ist streng wirtspezifisch, was bedeutet, dass sie ausschließlich an der Gewöhnlichen Hasel und der Baum-Hasel vorkommt. Die Tiere leben endophytisch (im Inneren von Pflanzengewebe), wo sie durch Absonderungen die Bildung von Knospengallen anregen. Innerhalb dieser Strukturen erfolgt die gesamte Entwicklung von der Larve bis zum erwachsenen Tier.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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