Bild folgtKI-generierte IllustrationPinus nigra
Auch bekannt als: Schwarz-Föhre, Schwarzföhre, Laricio-Kiefer
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Schwarz-Kiefer (Pinus nigra) durch ihre dunkle, fast schwärzliche Rinde und die kräftigen, paarweise angeordneten Nadeln auf. Dieser immergrüne Baum ist ein wertvoller Ankerpunkt für die Artenvielfalt in deinem Garten, da er spezialisierten Nachtfaltern als Lebensgrundlage dient. So nutzen beispielsweise die Kieferneule (Panolis flammea) oder der Fleckleibborkenspanner (Bupalus piniaria) den Baum als wichtige Kinderstube für ihre Raupen. Mit ihrer Genügsamkeit gegenüber Nährstoffen ist sie der ideale Charakterbaum für sonnige Plätze. Wenn du den nötigen Raum für einen stattlichen Baum hast, leistest du mit ihr einen echten Beitrag zum lokalen Naturschutz.
Majestätischer Nadelriese: Die Lebensversicherung für die Kieferneule.
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In deinem Garten übernimmt die Schwarz-Kiefer die Rolle eines wichtigen Wirtsbaums für die heimische Insektenwelt. Nach aktuellen Daten profitieren sechs spezialisierte Falterarten von ihr, deren Raupen auf die Nadeln als Nahrung angewiesen sind. Dazu zählen der Zweibindige Nadelwald-Spanner (Pungeleria capreolaria), die Kieferneule (Panolis flammea) und der Nadelholz-Bindenspanner (Pennithera firmata). Auch der Kiefernspanner, fachsprachlich Fleckleibborkenspanner (Bupalus piniaria) genannt, findet hier ein Zuhause. Die schweren Samen sind eine energiereiche Nahrungsquelle für Vögel in den Wintermonaten. Da der Baum immergrün bleibt, bietet er zudem ganzjährig wertvollen Schutz und Rückzugsmöglichkeiten für die lokale Vogelwelt.
Die Schwarz-Kiefer wird als nicht kindersicher eingestuft, was vor allem an den harten, spitzen Nadeln und den festen Zapfen liegt, die bei Unachtsamkeit zu Kratzern führen können. Sie ist jedoch nicht giftig. Das austretende Harz klebt sehr stark an Haut und Kleidung, lässt sich aber mit etwas Speiseöl meist gut entfernen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
33.006 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), da der Baum für eine gesunde Entwicklung viel direktes Licht benötigt.
Boden: Sie ist ein Schwachzehrer (Magerzehrer) und gedeiht am besten auf nährstoffarmen, gut durchlässigen Böden.
Feuchtigkeit: Der Untergrund sollte frisch (mäßig feucht) bis trocken sein; Staunässe verträgt die Kiefer nicht.
Pflanzzeit: Setze den Baum idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Aufgrund der stattlichen Endhöhe von genau 33,01 m solltest du einen sehr großen Abstand zu Gebäuden und Nachbargrenzen einplanen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich und würde den charakteristischen, oft schirmförmigen Wuchs im Alter stören.
Pflanzpartner: Das Heidekraut (Calluna vulgaris) ist eine hervorragende Begleiterin, da es die gleichen sonnigen und mageren Bodenverhältnisse schätzt.
Die Schwarz-Kiefer gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. In der Natur findet man sie oft an kargen Standorten, wo sie als Pionierbaum (Art, die neue Lebensräume zuerst besiedelt) fungiert. Auffällig ist ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und Hitze. Als Mykorrhiza-Baum lebt sie in einer EM-Symbiose (Ektomykorrhiza), einer Lebensgemeinschaft, bei der Pilze die Wurzeln umhüllen und den Baum im Austausch gegen Zucker mit Wasser und Mineralien versorgen. Mit einer Wuchshöhe von 33,01 m zählt sie zu den imposanten Erscheinungen unserer Flora.
3 Videos zu Schwarz-Kiefer



5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →