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Familie: Synchaetidae
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Polyarthra remata ist ein winziges Rädertierchen, das du im Gartenteich kaum mit bloßem Auge erkennen wirst – es wird meist erst unter dem Mikroskop sichtbar. Die Tiere schweben frei im Wasser (Plankton) und bewegen sich mit mehreren paddelförmigen Anhängen ruckartig fort. Mit einem Kranz aus schlagenden Wimpern, dem Räderorgan, erzeugen sie einen Wasserstrom, der Bakterien, kleine Algen und Schwebeteilchen heranführt. In deinem Teich ist dieses Tier ein natürlicher Bestandteil des Planktons und ein Hinweis auf ein belebtes Kleingewässer.
Im Frühjahr schlüpfen aus den im Sediment überdauernden Dauereiern die ersten Weibchen. Diese vermehren sich den Sommer über ungeschlechtlich, sodass rasch mehrere Generationen entstehen. Im Herbst, wenn die Bedingungen ungünstiger werden, treten auch Männchen auf, und es kommt zur geschlechtlichen Fortpflanzung. Die daraus hervorgehenden Dauereier sinken auf den Teichgrund und überstehen dort Kälte und Sauerstoffmangel. So bleibt die Art auch dann erhalten, wenn der Teich im Winter zufriert.
Von Polyarthra remata geht keine Gefahr aus. Die Tiere sind keine Parasiten, sondern ein Baustein im Nahrungsnetz deines Teichs – sie ernähren sich von Kleinstlebewesen und dienen selbst Wasserflöhen oder Jungfischen als Nahrung. Verzichte darauf, dein Teichwasser mit chemischen Mitteln zu behandeln; das würde diese empfindlichen Kleinstlebewesen sofort schädigen. Eine naturnahe Uferzone mit einheimischen Pflanzen fördert das Plankton und damit die Lebensgemeinschaft im Wasser.
Polyarthra remata gehört zur Familie Synchaetidae innerhalb der Rädertierchen (Rotifera). Die Art ist in Mitteleuropa heimisch und weit verbreitet. Kennzeichnend für die Gattung Polyarthra sind mehrere steife, paddelartige Fortsätze, die der raschen Fortbewegung im Wasser dienen. Wie alle Rädertierchen besitzt die Art ein Räderorgan aus Wimpern, das der Nahrungsaufnahme dient. Die Tiere sind mikroskopisch klein, deutlich unter einem Millimeter. Weibchen vermehren sich den Sommer über meist parthenogenetisch (ungeschlechtlich, ohne Männchen). Männchen treten nur zeitweise auf und sind kleiner als die Weibchen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 02.09.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.