Bild folgtKI-generierte IllustrationPolygonatum verticillatum
Auch bekannt als: Convallaria verticillata
3
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den schmalen, meist zu viert oder sechst in Quirlen (kreisrunde Anordnung um den Stängel) stehenden Blättern lässt sich die Quirl-Weißwurz (Polygonatum verticillatum) sofort erkennen. Im Garten ist dieser heimische Waldbewohner ein Segen für schattige Bereiche unter Bäumen. Die Pflanze bietet spezialisierten Insekten wie dem Liliengoldhähnchen (Lilioceris lilii), einem leuchtend roten Blattkäfer, einen wichtigen Lebensraum. Wenn Du einen naturnahen Schattenplatz gestalten möchtest, ist diese langlebige Art eine ideale Wahl für Dich.
Architektonischer Schattenstar: Die heimische Futterpflanze für Goldhähnchen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungen ist die Quirl-Weißwurz eine wesentliche Wirtspflanze für das Liliengoldhähnchen (Lilioceris lilii). Dieser Käfer nutzt die Blätter zur Eiablage und als Nahrungsgrundlage für seine Larven. Die von Mai bis September erscheinenden, grünlich-weißen Blüten werden von verschiedenen Fluginsekten aufgesucht, die den geschützten Nektar in den hängenden Glöckchen schätzen. Da die Art in unserer Region indigen ist, fügt sie sich perfekt in das ökologische Gefüge Deines Gartens ein und unterstützt die lokale Artenvielfalt.
Die Quirl-Weißwurz ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher nicht als kindersicher eingestuft. Besonders die Beeren können für Kinder und Haustiere gefährlich sein. Achte beim Pflanzen darauf, dass sie außerhalb der direkten Reichweite von spielenden Kindern steht.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.45 m
Standort: Wähle einen schattigen Platz, etwa unter Sträuchern oder am nördlichen Hausrand.
Boden: Ein frischer Boden (mäßig feucht) ist ideal; die Pflanze gilt als Mittelzehrer (benötigt normale Bodenqualität ohne zusätzliche Starkdüngung).
Pflanzzeit: Du kannst die Weißwurz von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Sie ist sehr pflegeleicht; das Laub solltest Du im Winter stehen lassen, da es als natürlicher Mulch (Schutzschicht aus organischem Material) dient.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr ist vor dem Austrieb möglich.
Partner: Eine hervorragende Begleiterin ist der Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femina). Beide Arten bevorzugen das kühle Kleinklima am Gehölzrand und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Die Quirl-Weißwurz gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und ist in den Bergwäldern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz weit verbreitet. Typisch für diesen Indigenen (ursprünglich heimischen) Bewohner ist der aufrechte, kantige Stängel, der bis zu 80 Zentimeter hoch wird. Sie wächst bevorzugt in schattigen, frischen Laub- und Mischwäldern auf nährstoffreichen Böden. Das unterirdische Rhizom (der kriechende Wurzelstock) dient als dauerhaftes Speicherorgan.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →