Bild folgtKI-generierte IllustrationPortulaca oleracea
Auch bekannt als: Sommer-Portulak, pourpier, Bürzelkohl, Sommer-Postelein, Burzelkraut, Portulak, Kreusel, Gewürz-Portulak, Sauburtzel
18
Arten
interagieren
25
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Gemüse-Portulak an seinen dickfleischigen, sukkulenten (wasserspeichernden) Blättern und den meist flach am Boden kriechenden, rötlichen Trieben. Er ist ein wunderbarer Neuzugang für deinen Garten, da er auch mit zunehmender Hitze blendend zurechtkommt und ökologisch wertvolle Nischen besetzt. Während wir die knackigen Blätter im Salat genießen, finden die Honigbiene (Apis mellifera) und Vögel wie der Haussperling (Passer domesticus) hier eine wichtige Nahrungsquelle. Er schließt als niedriger Bodendecker Lücken auf nährstoffreichen Böden, die sonst oft kahl bleiben würden. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die Genuss und Naturschutz verbindet, liegst du hier genau richtig.
Knackiger Bodendecker: Eine Sukkulente als Kraftfutter für Sperling und Biene.
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Der Gemüse-Portulak bietet trotz seiner geringen Größe einen echten Mehrwert für die lokale Tierwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine wichtige Futterquelle für die Honigbiene (Apis mellifera), die an den gelben Blüten eifrig sammelt. Besonders spannend ist die Bedeutung für die Vogelwelt: Vögel wie der Haussperling (Passer domesticus) und der Birkenzeisig (Acanthis flammea) fressen die kleinen Samen direkt von der Pflanze. Durch seine flache Wuchsform bietet er zudem einen kühlen Rückzugsort für Insekten direkt auf der Bodenoberfläche. In einem naturnahen Garten fördert er so die Vielfalt der Arten, die auf offene, warme Bodenstellen angewiesen sind.
Bitte beachte, dass der Gemüse-Portulak in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn er ein bekanntes Küchenkraut ist, können bestimmte Inhaltsstoffe bei übermäßigem Verzehr für empfindliche Personen oder kleine Kinder ungeeignet sein. Im Zweifel solltest du die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kleinkindern kultivieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.104 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direktem Sonnenlicht am Tag.
Bodenbeschaffenheit: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (nährstoffhungrige Pflanze), wähle daher einen fetten, gut versorgten Gartenboden.
Feuchtigkeitsbedarf: Er bevorzugt einen frischen (mäßig feuchten) Boden, kommt aber dank seiner Wasserspeicher auch kurzzeitig mit Trockenheit klar.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (pH-Wert über 7).
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen oder Samen im Frühling zwischen März und Mai in die Erde, sobald der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Mit nur 0,1 m Höhe eignet er sich ideal als essbare Beetumrandung.
Pflege: Da er nicht verholzt, ist kein Rückschnitt nötig; er sät sich durch seine leichten Samen oft selbst wieder aus.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) — sie liebt ebenfalls nährstoffreiche, sonnige Standorte und ergänzt das Beet ökologisch.
Der Gemüse-Portulak (Portulaca oleracea) gehört zur Familie der Portulakgewächse und wird in unserer Region als Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Er besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf kalkhaltigen, basischen Böden mit hohem Nährstoffgehalt. Eine morphologische (gestaltliche) Besonderheit ist seine Wuchsform als Sukkulente, was ihn extrem widerstandsfähig gegen Austrocknung macht. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,1 m bleibt er sehr bodennah. Seine winzigen Samen weisen ein geringes Diasporengewicht (Ausbreitungsgewicht) von nur etwa 0,14 mg auf, was eine weite Verbreitung durch Wind ermöglicht.
2 Videos zu Gemüse-Portulak


11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →